Rekruten geloben in der Kaserne in Merzig ihre Treue zum Vaterland

Merzig : „Wir stehen heute als Einheit zusammen“

103 Rekruten der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie des Fallschirmjägerregiments 26 haben am Donnerstag in der Kaserne „Auf der Ell“ in Merzig ihr feierliches Treuegelöbnis zu Deutschland abgelegt.

Unter ihnen sind elf Frauen.

„Mit diesem Gelöbnis geben Sie Ihr Versprechen gegenüber dem Land, die Bundesrepublik in Recht und Freiheit zu verteidigen“, sagte Oberst Roger Adams stellvertretend für Oberst Markus Meyer, den Kommandeur des Fallschirmjägerregiments. „Sie leisten einen besonderen Dienst, der Bundesrepublik freiwillig und treu zu dienen“, fügte Adams hinzu und machte den Rekruten klar, dass ihr Weg sie bisweilen auch ins Ausland und in gefährlichere Einsatzgebiete führen könne. Die Einsätze „sind manchmal gefährlich, aber richtig und wichtig“, betonte er und ermutigte die Rekruten: „Sie müssen tapfer sein. Tapferkeit heißt, sich trotz Furcht den Gefahren zu stellen und Ihre Arbeit auszuführen.“

In ihrer dreimonatigen Grundausbildung lernten die neu eingestellten Soldaten die Grundkenntnisse des Soldatenberufs. „Sie haben Durchhaltevermögen gezeigt und darauf können Sie bauen und stolz sein“, sagte Oberst Adams. Stellvertretend für die Rekruten rekapitulierte Renate Cahrisov die Anfänge ihrer Ausbildung: „Wir lernten, uns erst zu setzen, wenn wir dazu aufgefordert wurden, und strammzustehen, statt an einer Wand anzulehnen. Der Anfang mag mühselig, schwer und chaotisch gewesen sein, doch durch die Uniform fühlen wir uns als Einheit.“ Insbesondere lernten die 103 Rekruten drei Leitsätze: „Erstens: Kameradschaft hält zusammen. Zweitens: Der Wille entscheidet. Und drittens: Wir dienen fürs Vaterland.“ Ihr Ziel? „Tapfer das Vaterland zu verteidigen. Wir stehen heute als Einheit zusammen, die wir sind.“

Innen-Staatssekretär Christian Seel bekundete seinen Respekt für den Entschluss der Rekruten, „diesen schwierigen Dienst zu leisten“ und „zum Wohle jedes einzelnen einzutreten. Damit leisten Sie einen Ehrendienst und werden zu Verfechtern der Demokratie“, sagte er.

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