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Merzig
Hoffeld: „Höchstmaß an Transparenz“

Ab Ende Oktober soll es mehrere Bürgerrunden geben, in denen die Gestaltung des Gustav-Regler-Platzes in Merzig diskutiert wird. Das hat die Stadt angekündigt
Ab Ende Oktober soll es mehrere Bürgerrunden geben, in denen die Gestaltung des Gustav-Regler-Platzes in Merzig diskutiert wird. Das hat die Stadt angekündigt FOTO: Ruppenthal
Merzig. Verwaltung und vier von fünf Fraktionen im Merziger Stadtrat starteten Beteiligungsverfahren für Gustav-Regler-Platz.

„Wie vom Stadtrat der Kreisstadt Merzig beschlossen, trafen sich am Mittwoch Vertreter der Stadtratsfraktionen zu einer Arbeitsgruppensitzung, um das Beteiligungs- und Planungsverfahren zur Weiterentwicklung des Bereichs Am Seffersbach/Gustav-Regler-Platz zu erarbeiten“ – so heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisstadt Merzig, die am Donnerstag an unsere Redaktion übermittelt wurde.


Und weiter: Bürgermeister Marcus Hoffeld habe zu Beginn des Treffens noch einmal die Bedeutung des gesamten Bereiches für die Stadtentwicklung Merzigs hervorgehoben und die Hoffnung geäußert, „dass die weiteren Schritte von einer offenen und sachlichen Diskussion geprägt werden, bei der sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger während des gesamten Verfahrens intensiv beteiligen können“. In diesem Zusammenhang brachte der Bürgermeister laut der Erklärung auch seine Enttäuschung zum Ausdruck, dass die Fraktion „Bündnis für Merzig“, bestehend aus Bündnis90/Die Grünen und Freie Wähler Merzig, eine Mitarbeit in der Arbeitsgruppe abgelehnt habe. Hier werde, so zitiert die Mitteilung Hoffeld, „eine Chance vertan, sich konstruktiv in das weitere Verfahren einzubringen und die Vorstellungen des Fraktionsbündnisses insbesondere zur Beteiligung der Öffentlichkeit zu vertreten“.

Bürgermeister Hoffeld und die teilnehmenden Fraktionen hätten bei dem Treffen am Mittwoch deutlich gemacht, dass auch eine intensive Einbindung der Bürgerinitiative angestrebt werde. „Hierzu wird es zeitnah ein Gesprächsangebot an die Bürgerinitiative geben.“



Politik und Verwaltung streben nach Darstellung der Stadt bei der Diskussion um den Gustav-Regler-Platz „ein Höchstmaß an Transparenz an“. In der Erklärung aus dem Rathaus heißt es: „Gemeinsam mit allen Beteiligten soll ein gutes Projekt für die gesamte Stadt entwickelt werden.“ Der Gustav-Regler-Platz als zentraler Bereich im Projektgebiet solle im Rahmen der anstehenden Planungen in seiner Funktion gestärkt und unter Einbeziehung des Grünzuges am Seffersbach in seiner gestalterischen Qualität weiterentwickelt werden.

In einer „sehr konstruktiven Atmosphäre“ seien am Mittwochabend unter Leitung von Judith Nägeli vom Büro Konzeptionell „insbesondere Möglichkeiten zur intensiven Einbindung der Bürgerinnen und Bürger erörtert“ worden. Alle Teilnehmer hätten die Absicht bekräftigt, „ein ergebnisoffenes und transparentes Verfahren erarbeiten zu wollen, welches in realisierbaren Ergebnissen münden soll“.

In einem ersten Schritt sollen nun technische und rechtliche Themen aufgearbeitet werden, um so klarere Rahmenbedingungen für eine Planung zu erhalten. „Dann folgen ab Ende Oktober mehrere Bürgerrunden, die kreativ Bedarfe, Nutzungen und Gestaltungsthemen erarbeiten sollen“, teilt die Stadt mit. Ziel sei es, gemeinsam eine Aufgabenstellung für ein Wettbewerbsverfahren zu erarbeiten. Mehrere Planungsteams sollen dann, in einem wiederum offenen Prozess, ihre Vorschläge ausarbeiten. „Erst dann kann eine Entscheidung für eine konkrete Umgestaltung fallen“, heißt es aus dem Rathaus.

„Es ist also geduldiges und konstruktives Diskutieren für ein gutes Projekt gefragt, dafür braucht es den Schulterschluss der engagierten Bürger und der Politik“, unterstreichen in der Mitteilung Bürgermeister Hoffeld und Dieter Ernst, hauptamtlicher Beigeordneter.