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Neues Heimatbuch
Reget gibt Merchingen ein Stück Geschichte

Autor Wolfgang Reget (links) und Ortsvorsteher Helmut Hoff bei der Präsentation des neuen Merchinger Buches.
Autor Wolfgang Reget (links) und Ortsvorsteher Helmut Hoff bei der Präsentation des neuen Merchinger Buches. FOTO: Norbert Becker
Merchingen. „Die Einwohner von Merchingen/Saar - 1519 bis 1912“ heißt das Buch, das Wolfgang Regent und der Heimatverein herausgegeben haben.

Jede Menge Fleißarbeit hat der inzwischen pensionierte Realschullehrer Wolfgang Reget wieder in zwei Jahrzehnten seiner Freizeit in sein neues Buch „Die Einwohner von Merchingen/Saar - 1519 bis 1912“  gesteckt, das vom Verein für Heimatkunde Merchingen als Herausgeber im Vereinshaus der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.


Das Werk widmet sich  auf seinen 784, teils mit Bildern  versehenen, Seiten hauptsächlich den Menschen, die in diesem Zeitraum in Merchingen lebten oder sich hier vorübergehend aufhielten. Eine weitere wichtige Ergänzung der Heimatgeschichte, nachdem die wechselvolle Geschichte des Dorfes, das im vergangenen Jahr mit einem großen Fest den 1200. Jahrestag seiner urkundlichen Erwähnung gefeiert hatte, bereits in mehreren beispielhaften Veröffentlichungen dargestellt wurde.  So zeigte sich Ortsvorsteher Helmut Hoff über dieses weitere Buch  sehr erfreut und meinte: „Bei unserem Ortsjubiläum konnten wir uns auch die interessierten Ahnenforscher halten, die ja in Merchingen eine gewisse Tradition haben.“ Angefangen von Schulrat Hans Ehl über das Autorenteam des 1999 erschienenen Buches „Merchingen und seine Geschichte“, das seine Fortsetzung in der Betrachtung von Josef Bohr hinsichtlich der Merchinger Hexenprozesse sowie Ausarbeitungen von Schülern und Studenten fand. „Ich konnte mir vorab einen Überblick über das neue Werk verschaffen und bin immer noch überrascht, was es an Neuem zu entdecken gibt. Also habe ich mir einige Bemerkungen gemacht wie: großartig, toll,  sehr interessant  und wie kommt man an solche Daten ran.“

Nach den Worten des Ortsvorstehers sollte versucht werden, alles,  was im Dorf mit seiner lebhaften Geschichte passiert, zu erhalten, wozu das neue Buch wirklich geeignet sei. „Wenn man anfängt darin zu blättern und einem roten Faden folgt, ist es spannend wie ein  Kriminalroman“, befand Hoff und dankte dem Verein für Heimatkunde sowie dem Autor nebst Unterstützern  für ihre Arbeit aus.



Dieser bedankte sich seinerseits beim Verein für Heimatkunde dafür, dass er sich für die Herausgabe des Buches zur Verfügung gestellt hat, bei den Helfern für ihr Zutun und bei den Sponsoren,  ohne die man es nicht zu dem Preis von 45 Euro hätte anbieten können. „20 Jahre habe ich an diesem Buch gearbeitet, dafür in vielen Archiven und anderen Quellen  nachgeforscht. Die Fertigstellung zur 1200-Jahr-Feier 2016 hatte ich nicht geschafft, aber nachdem ich im Ruhestand bin, konnte ich es nun abschließen“, erklärte Reget und gab einen Überblick das Buch, dessen Hauptanliegen es ist, über die reinen Lebensdaten hinaus mit zusätzlichen Informationen das Lebensumfeld und Schicksal der Einwohnerschaft zu beschreiben. Dies war nur möglich durch das Auffinden und die Auswertung zahlreicher urkundlicher Quellenbelege in Standesämtern,  Pfarrämtern, Archiven nah und fern, Suchen im Internet, Sichten von Zeitungen und Zeitschriften. Die genealogische Erforschung der Merchinger Einwohner soll nicht das alleinige Ziel dieser Arbeit sein, sondern auch neue Erkenntnisse der Ortsgeschichte dabei einfließen.

Per Beamerpräsentation wurden von Reget verschiedene, im Buch enthaltene Themen (siehe Info) beispielhaft erläutert. Es hat eine Auflage von 200 Stück und sollte in vielen Merchinger Haushalten seinen Platz finden. Zu kaufen gibt es das Buch beim Heimatverein Merchingen oder bei Autor Wolfgang Reget.