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Philosophische Ein- und Ansichten

Philosophische Ein- und Ansichten

Merzig. Die großformatigen Arbeiten zeigen einen Querschnitt philosophischer Prinzipien. "Die Bilder sprechen eine eigene Sprache, vermitteln besondere Botschaften und sind mit normalem Sinnesverstand schwer zu verstehen", räumt der in Weiskirchen-Thailen wohnende Künstler ein

Merzig. Die großformatigen Arbeiten zeigen einen Querschnitt philosophischer Prinzipien. "Die Bilder sprechen eine eigene Sprache, vermitteln besondere Botschaften und sind mit normalem Sinnesverstand schwer zu verstehen", räumt der in Weiskirchen-Thailen wohnende Künstler ein. Seinen bürgerlichen Namen will er "aus Achtung vor der universalen Wahrheit und einer bescheidenen Zurückhaltung der eigenen Persönlichkeit" nicht mit seinen Werken in Verbindung bringen. Der 45-Jährige beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit den Prinzipien der "Philosophia perennis", der immerwährenden Philosophie. Als Autodidakt im Selbststudium und durch Fachliteratur hat er die fernöstliche Weltanschauung verinnerlicht. Als "Forscher-Philosoph", wie er sich selbst bezeichnet, habe er eigene Erfahrungen bei der Suche nach dem tieferen Sinn der Dinge in visuelle Form gebracht. Die Bilder stellten bestimmte Meditationsformen dar. Seine Werke - Bilder und Sinnsprüche jenseits von Sprache und sinnlicher Wahrnehmung - seien als Hinweis und Mittel der Annäherung auf die eine, tiefer liegende Wirklichkeit aufzufassen. Veda, eine der ältesten religiösen Schriften der Inder, dient ihm als eine der Quellen für seine Bildtexte. Neben spirituellen Motiven bringt er auch stimmungsvolle Naturlandschaften auf spezielles Büttenpapier - "wegen des Bedürfnisses nach Stille und Ruhe ohne erläuternde Beschreibungen", wie er sagt. Seine philosophische Grundeinstellung und die daraus resultierenden Illustrationen will Anama nicht religiös verstanden wissen. Er ist sich auch bewusst, dass seine Philosophie oft auf Unverständnis treffe. "Ich habe versucht, Erkenntnisüberlieferungen der östlichen wie westlichen Hemisphären als Synthese zu verbinden und in meine Werke einfließen zu lassen", erklärte der in Theley Geborene bei der Ausstellungseröffnung. Anama - das Pseudonym kommt aus dem Indischen und bedeutet namenlos - begann seine künstlerische Karriere mit verschiedenen Mischtechniken und hat sich dann überwiegend der Aquarellmalerei zugewandt. Obwohl er schon mehr als 60 Bilder gemalt hat, war er bisher in Saarbrücken und Püttlingen lediglich bei kleineren Ausstellungen vertreten. "Hier in der Sparkasse ist mein erster großer Auftritt in der Öffentlichkeit", hofft der Junggeselle, der sein Kunsthandwerk seit diesem Jahr hauptberuflich betreibt, auf rege Publikumsresonanz. Zwölf seiner Exponate in Größen bis zu 106 mal 80 Zentimeter sind in zwei Varianten zu sehen: hinter Glas mit Passepartout sowie auf Spannrahmen mit zweiter Holzeinrahmung. Diese zusätzliche Einfassung wirkt edler und bringt die "Spiritual Art" noch stärker zur Geltung. Bei der Herstellung der qualitativ hochwertigen Rahmen kommen dem Maler seine handwerklichen Fähigkeiten als gelernter Schreiner zugute. redDie Ausstellung "Spirituelle Kunst" ist noch heute im Immobilien-Center der Sparkassen-Hauptstelle durchgehend zwischen 8.30 und 17 Uhr zu sehen.