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Pflicht erfüllt, Kür misslungen

Pflicht erfüllt, Kür misslungen

Besseringen. "Dass am Saisonende gleich ein Drittel der Liga absteigt, gibt es meines Wissens nach in keiner anderen Sportart - und das ärgert mich gewaltig", verrät Andi Koch, Mannschaftsführer des Tischtennis-Regionalligisten TTF Besseringen, mit Blick auf die Abstiegsregelung in der Liga

Besseringen. "Dass am Saisonende gleich ein Drittel der Liga absteigt, gibt es meines Wissens nach in keiner anderen Sportart - und das ärgert mich gewaltig", verrät Andi Koch, Mannschaftsführer des Tischtennis-Regionalligisten TTF Besseringen, mit Blick auf die Abstiegsregelung in der Liga. Vier von zwölf Teams müssen am Saisonende definitiv den Gang in die Oberliga antreten, und sogar der Tabellen-Achte muss noch eine Relegation bestreiten. Umso wichtiger war es für Besseringen, am Samstag im Saar-Derby beim Tabellen-Vorletzten TV Limbach (mit Ex-Weltmeister Steffen "Speedy" Fetzner) zu siegen. "Das war Pflicht", meinte Koch nach dem 9:2 in Altstadt, auch wenn der Erfolg letztlich knapper war, als es das Ergebnis ausdrückt. Limbach gewann das Auftakt-Doppel, Fetzner und Marco Schmitt besiegten Christoph Brubach und Koch mit 3:1, und auch im zweiten Doppel lag der TVL mit 2:0-Sätzen vorne. Dann aber drehten die Besseringer Stanislav Horshkov und Frederik Scholer die Partie, gewannen noch mit 3:2. Insgesamt gingen sechs der insgesamt elf Spiele in einen fünften Satz. "Das beweist, dass es sehr eng zuging. Wir hatten da auch etwas Glück", meinte Koch. Für Limbach sieht es bei 3:11 Zählern im Kampf um den Ligaverbleib nun düster aus, auch Fetzner konnte vor rund 80 Zuschauern bei seinem dritten Saisoneinsatz nicht für eine Wende sorgen, verlor beide Einzel (1:3 gegen Brubach, 2:3 gegen Horshkov). Besseringen, aufgrund der großen Zahl an Absteigern auch in Gefahr, verschaffte sich mit dem "Pflichtsieg" dagegen etwas Luft. Die Kür tags darauf misslang allerdings. Gegen den Tabellen- TTC Herbornseelbach setzte es in der Schulturnhalle Besseringen ein 2:9. "Das Glück, das wir am Samstag hatten, hatten wir gegen Herbornseelbach eben nicht", resümiert Koch. Das dritte Doppel bildete beim Zwischenstand von 1:1 den entscheidenden Wendepunkt - zum Leidwesen der Gastgeber in negativer Hinsicht. Bei einer 2:1-Satzführung zogen Pascal Naumann und André Forsch im vierten Durchgang auf 10:6 davon, konnten aber keinen ihrer vier Matchbälle verwerten. Im Gegenteil: Anschließend verloren sie 13 Punkte in Folge und mussten mit 2:3 als Verlierer von der Platte treten. Nach knappen Einzel-Niederlagen von Forsch (2:3) und Naumann (1:3 gegen Petr Gavlas, im vierten Satz vergab Naumann zwei Satzbälle) sorgte Koch mit einem 3:0 gegen Michal Stibor zwar für einen kleinen Hoffnungsschimmer, die zuvor verpassten Möglichkeiten waren aber nicht mehr aufzuholen. "Gegen Spitzenteams musst du deine Chancen einfach nutzen", meinte Koch. Am Sonntag war dem nicht so, insgesamt sieht es für Besseringen in der Tabelle nach dem Doppelspieltag in Sachen Ligaverbleib aber besser aus: Mit 9:9 belegen die TTF den siebten Platz und haben drei Punkte Abstand zur gefährdeten Zone.