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Pflegeberufe sollen attraktiver werden

Pflegeberufe sollen attraktiver werden

Sozialministerin Bachmann sah sich vor Ort im Altenpflege-Qualifikations-Zentrum der CEB in Hilbringen um.

"Die Pflege im Saarland geht am Krückstock. Ich brauche engagierte junge Leute im Alter zwischen 16 und 50 in der Altenpflege", mit diesen markigen Worten warb Sozialministerin Monika Bachmann eindringlich beim Besuch der CEB-Akademie in Hilbringen für den Altenpflegeberuf. Zusammen mit dem Merziger CDU-Landtagsabgeordneten Frank Wagner und Caritas-Direktor Michael Groß informierte sie sich über den aktuellen Stand der Ausbildung im Altenpflege-Qualifikations-Zentrum (AQZ) in der CEB-Akademie in Hilbringen.

Bis 2020 will Sozialministerin Bachmann in Saarland 1000 neue Stellen in der Pflege schaffen. Über die sozialen Medien, mit Plakaten und Spots, aber vor allem bei Besuchen in Pflegeeinrichtungen vor Ort sowie in persönlichen Gesprächen mit jungen Leuten und Interessierten will sie für den Beruf des Altenpflegers und der Altenpflegerin werben.

Um die Pflege am Bett zu verbessern, sollen das Berufsbild und das Image der Altenpflege verbessert und aufgewertet werden. Dazu gehöre neben einer anständigen Bezahlung, so die Ministerin, auch eine planbare Arbeitszeit. "Ich brauche engagierte und überzeugte Menschen für diesen Beruf", betonte die Ministerin in Hilbringen und suchte dabei das direkte Gespräch mit den Auszubildenden.

In Kürze will Monika Bachmann erneut nach Hilbringen kommen, um einen Tag am Unterricht des Altenpflege-Qualifikations-Zentrums in der CEB-Akademie teilzunehmen, um die Situation vor Ort aus der Schüler-Perspektive zu erleben.

Das AQZ ist nach den Worten von Caritas-Direktor Michael Groß und CEB-Geschäftsführer Gisbert Eisenbarth ein wichtiger Baustein in der saarländischen Ausbildungslandschaft der Altenpflege. Als qualitätsorientierter, leistungsfähiger Schulträger bilde man derzeit rund 550 Schüler in den Berufsbildern Altenpfleger und Altenpflegehelfer aus. Dabei arbeitet das AQZ eng mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit Frauen und Familie, dem nachgeordneten Landesamt für Soziales sowie mit den kooperierenden Betrieben der ambulanten und stationären Altenpflege zusammen. Ausbildungsziel ist, die Absolventen möglichst gut auf eine professionelle und menschenwürdige Pflegetätigkeit vorzubereiten. Außerdem bietet das AQZ im modularen System die Weiterbildung zur "leitenden Pflegefachkraft in der Altenpflege" mit den Bausteinen Praxisanleitung, Qualitätsbeauftragte sowie Führen und Leiten an. Fortbildungen und die Qualifizierung zur Betreuungskraft ergänzen das Angebot.

Zum Thema:

Mit dem Altenhilfe-Qualifikations-Zentrum Merzig hatte am 1. Oktober 2012 eine neue Ausbildungsstätte für Altenpflegerinnen und Altenpfleger bei der CEB in Hilbringen ihren Betrieb aufgenommen. Das AQZ Merzig ist eine Nebenstelle des AQZ St. Wendel, beide getragen vom Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung. Zur Zeit hat das AQZ Merzig insgesamt 169 Schüler (sieben Klassen), die in 51 Einrichtungen der Altenhilfe (stationäre Pflegeeinrichtungen oder ambulanten Pflegedienste) ihre praktische Ausbildung erfahren. Das Anmeldeverfahren zur Aufnahme in das am 1. Oktober beginnende neue Ausbildungsjahr läuft derzeit.