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Ortsumgehung bleibt in weiter Ferne

Ortsumgehung bleibt in weiter Ferne

Besseringen. "Die Ankündigung mit dem Baubeginn 2009 rechnen zu dürfen, halte ich für mehr als zweifelhaft, wenn das Planfeststellungsverfahren weiter verzögert wird." Besseringens Ortsvorsteher Josef Bock macht sich Sorgen um den Verkehrsfluss in seinem Stadtteil und hat Merzigs Oberbürgermeister Alfons Lauer angeschrieben

Besseringen. "Die Ankündigung mit dem Baubeginn 2009 rechnen zu dürfen, halte ich für mehr als zweifelhaft, wenn das Planfeststellungsverfahren weiter verzögert wird." Besseringens Ortsvorsteher Josef Bock macht sich Sorgen um den Verkehrsfluss in seinem Stadtteil und hat Merzigs Oberbürgermeister Alfons Lauer angeschrieben. Über die Verkehrssituation in der Kernstadt sei in den vergangenen Wochen ausführlich diskutiert worden, Besseringen scheine dabei unterzugehen."Seit vier Jahrzehnten warten wir auf eine Ortsumgehung Besseringen, ohne das bis heute die Planungen zu einem positiven Ende gekommen wären", schreibt Bock: "Bereits am 8. Juni 2005 hat die letzte Anhörung zu dem laufenden Feststellungsverfahren stattgefunden, ohne dass bis jetzt der notwendige Beschluss erfolgt ist." In einem Schreiben des Landesbetriebes für Straßenbau vom Juni 2007 sei der Beschluss für das Frühjahr 2008 in Aussicht gestellt worden. Inzwischen sei Mitte 2008, und ein Feststellungsbeschluss scheine immer noch nicht erfolgt zu sein. Allerdings, so Bock, habe es zwischenzeitlich Pressemeldungen gegeben, wonach im Saarland in diesem Jahr 100 Millionen Euro für den Straßenbau verbaut werden sollen, allerdings habe Besseringen darin keine Erwähnung gefunden. "Sollte sich der Beschluss weiter hinauszögern und nicht bald Finanzmittel durch den Bund bereitgestellt werden, wird sich die Ortsumfahrung auf den Nimmerleinstag verschieben", fürchtet der Ortsvorsteher.Während der aktuellen Kanalbaumaßnahme könne sich an der Ampelanlage jeder leicht ein ziemlich genaues Bild über die Verkehrsdichte in Besseringen machen. "Zu verschiedenen Zeiten habe ich das Verkehrsaufkommen gezählt und dabei verschiedentlich festgestellt, dass in einer Grünphase etwa 45 Kfz, darunter etwa 15 Lkw, die Ampelanlage passieren", rechnet Bock vor.Höheres Allergierisiko Der ständig zunehmende Verkehr auf der B51 mit den damit einhergehenden Lärm- und Staubbelästigungen sei den Bürgern entlang der Straße nicht mehr länger zuzumuten. Gerade letzte Untersuchungen hätten ergeben, dass Kinder an solchen Hauptstraßen ein um 50 Prozent höheres Risiko haben, an Allergieen zu erkranken, weiß der Ortsvorsteher. Bock: "Es ist geradezu frustrierend, seit Jahrzehnten immer und immer wieder auf die Dringlichkeit dieser Maßnahme hinzuweisen, ohne dass sich ein Erfolg einstellt." bjö