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Ortsumgehung Besseringen: Baubeginn noch in diesem Jahr

Ortsumgehung Besseringen: Baubeginn noch in diesem Jahr

Besseringen. In dem Gespräch mit Minister Rippel habe sie die allgemeine Verkehrssituation im Landkreis diskutiert und Verbesserungen eingefordert, erklärte Schlegel-Friedrich der SZ. Ein Schwerpunkt des Gespräches war die Ortsumgehung Besseringen

Besseringen. In dem Gespräch mit Minister Rippel habe sie die allgemeine Verkehrssituation im Landkreis diskutiert und Verbesserungen eingefordert, erklärte Schlegel-Friedrich der SZ. Ein Schwerpunkt des Gespräches war die Ortsumgehung Besseringen. Rippel wies darauf hin, dass die Landesregierung die Umgehung für das Konjunkturprogramm gemeldet und beim Bund die notwendigen Mittel für einen schnellen Baubeginn eingeworben habe. Schlegel-Friedrich, die selbst in Besseringen lebt: "Es bleibt dabei, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen wird. Der Planfeststellungsbeschluss liegt in den letzten Zügen und wird im Frühjahr dieses Jahres ergehen." Die Landrätin erklärt, sie habe sich vergewissert, "dass die Ausführungsplanung bereits am Laufen ist". Es könne direkt losgehen, "sofern keine Klagen kommen und das Projekt nicht noch vom Gericht gestoppt wird". Auch das Großprojekt Nordsaarlandstraße werde weiter vorangetrieben, bekräftigt die Landrätin. "Die Umlegung der Straße zwischen Nunkirchen und Losheim verläuft nach Plan. Im Bereich der Stadt Merzig mit Anbindung an die Autobahn werden mehrere Alternativen geprüft." Weiterer Diskussionspunkt war der Schienenverkehr auf der Saarstrecke. Da dieser gut ausgelastet sei, soll ab Sommer 2009 der Taktfahrplan weiter verdichtet werden. Zunächst war nur geplant, zwischen Saarbücken und Dillingen zusätzliche Fahrzeuge einzusetzen. Nach dem Gespräch mit dem Minister stellt die Landrätin aber in Aussicht, "dass in einem nächsten Schritt dieses Angebot bis Merzig oder möglichst sogar bis Saarhölzbach ausgedehnt werden soll". Dadurch würden die jetzt schon durchschnittlich halbstündlich zwischen Merzig und Saarbrücken verkehrenden Züge deutlich entlastet. Auch soll die Möglichkeit überprüft werden, ob in Merzig endende Züge aus Saarbrücken ab dem Sommer bis Saarhölzbach weitergeführt werden könnten. Landkreis und Ministerium erarbeiten dabei auch ein "Nachtschwärmer-Konzept", um Jugendlichen eine gefahrlose Rückkehr aus dem Raum Saarbrücken zu ermöglichen - unter Umständen per Bus. Zur Attraktivitätssteigerung des Saar-Hunsrück-Steiges wird der Kreis 2009 wieder einen Wanderbus entlang des Steiges einrichten, der in der Wandersaison an den Wochenenden fahren wird. Daniela Schlegel-Friedrich: "Zusammen mit dem Radbus zwischen Wadern und Merzig ergibt sich daraus ein hervorragendes touristisches Angebot."