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Ortsumfahrung nie günstiger als heute

Ortsumfahrung nie günstiger als heute

VerkehrOrtsumfahrung nie günstiger als heuteZu "Umgehung: Baustart noch 2009", SZ vom 18. Dezember Die Saarbrücker Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 18. Dezember unter anderem über die seit 40 Jahren in der Planung befindliche Ortsumfahrung Besseringen und vermittelt eine ganze Portion Optimismus

VerkehrOrtsumfahrung nie günstiger als heuteZu "Umgehung: Baustart noch 2009", SZ vom 18. Dezember Die Saarbrücker Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 18. Dezember unter anderem über die seit 40 Jahren in der Planung befindliche Ortsumfahrung Besseringen und vermittelt eine ganze Portion Optimismus. Die Besseringer Bürger in ihrer Mehrheit werden es freudig aufgenommen haben, dass der Wirtschaftssekretär Albert Hettrich angekündigt hat, dass die aus Bundesmitteln bereitgestellte Investitionssumme in Höhe von 27,5 Millionen Euro gesichert sei. Diesen sehr optimistischen und viel versprechenden Aussichten darf man - ob der Erfahrungen der Vergangenheit - etwas skeptisch gegenüber stehen, zumal in einem anderen Bericht der Saarbrücker Zeitung ("Frisches Geld für alte Pläne") vom gleichen Tage die Ortsumfahrung Besseringen nicht mit einem einzigen Wort Erwähnung findet. Dort heißt es in Bezug auf anstehende Investitionen für den Straßenbau im Saarland unter anderem wörtlich: "Auf der Wunschliste des Wirtschaftsministeriums stehen zum Teil schon lange bekannte Projekte wie die begonnene Verlegung der B 423 in Blieskastel, die Ortsumfahrung Fraulautern/Roden oder die Komplettierung der A 8 zwischen Wellingen und Schwemlingen sowie die Ortsumgehung Schwarzenbach/Schwarzenacker". Es ist schon mehr als verwunderlich, dass in dieser Verlautbarung des Wirtschaftsministeriums kein einziges Wort zu der Ortsumfahrung Besseringen gesagt wird. Deshalb scheint mir eine gewisse Skepsis gegenüber den sehr optimistischen Ausführungen von Herrn Staatssekretär Hettrich mehr als angebracht. Zu oft ist in der Vergangenheit angekündigt worden, dass die Planfeststellung vor dem Abschluss stünde und bald mit dem Bau der Maßnahme begonnen werden könne. Es reicht inzwischen mit immer neuen Planungen. Genug der Reden und Versprechungen. Genug mit den Schuldzuweisungen der jeweiligen Opposition an die jeweils Regierenden. Jetzt ist der Zeitpunkt des Handelns! Noch nie war der Zeitpunkt einer Realisierung der Ortsumfahrung Besseringen günstiger als heute. Die Bundesregierung plant ein zweites Konjunkturprogramm, das im Besonderen dem Straßenbau zugute kommen soll. Damit die dringend notwendige Ortsumfahrung Besseringen endlich verwirklicht werden kann, darf das Projekt nicht erneut anderen Vorhaben hinten angestellt werden. Der Planfeststellungsbeschluss muss möglichst sofort erfolgen, damit die Maßnahme fristgerecht in das Konjunkturprogramm der Bundesregierung aufgenommen werden kann. Wenn es Brei regnet, muss man den Löffel auch parat haben! Josef Bock, BesseringenNordumfahrung ist dringend von NötenZum gleichen ThemaEs war zu lesen, dass Verkehrsprobleme in Merzig-Wadern ihrer Lösung und Bewältigung entgegen sehen. Jedoch kann dies keine bedeutsame Lösung sein, solange weitere wichtige Verkehrsmaßnahmen im Kreis, besonders in Merzig und im nahen Umfeld der Stadt, ungelöst bleiben. Hier gibt es Verkehrsprobleme, die schon vielfach beraten, deren Lösungen teils schon beschlossen, revidiert und schließlich verschoben wurden. Neben der sehr unverständlichen Entscheidung einer CDU-Mehrheit im Merziger Stadtrat, die sich gegen ein intensiv ausgearbeitetes und ausführlich dargelegtes Verkehrsgutachten von Experten richtet, gibt es noch weitere vorrangig zu lösende Verkehrsprobleme.So ist die lang versprochene Nordumfahrung, die bei Brotdorf durch den Wald zur A8 nach Merzig-Besseringen führen soll, immer noch nicht gebaut. Die Nordumfahrung würde zu einer immensen Abgas- und Lärmentlastung für Brotdorf (Jungenwäldchen und Provinzialstraße) und die Kernstadt führen. Die Rückstaus, die vor allem im Berufsverkehr häufig bis nach Brotdorf reichen, würden wesentlich vermindert oder sogar entfallen. Auch Bürgermeister Christ (Losheim am See) fordert, diese Nordumfahrung endlich zu bauen, da sie sowohl für den Hochwald als auch für die umliegenden Orte von Merzig (wie Brotdorf) ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur ist. Hierzu ist es jedoch nötig, wie von Christ angemerkt, dass die Landesregierung überhaupt mal das Planfeststellungsverfahren durchführt. Die Verzögerungen, die hier seit Jahren stattfinden, lassen den Eindruck erwecken, dass die CDU geführte Landesregierung diese Nordumfahrung vielleicht gar nicht realisieren möchte. Ich kann nur nochmals betonen, dass in unserem Landkreis nicht nur eine Ortsumgehung von Besseringen von Nöten ist, sondern ebenso die Nordumfahrung von Merzig und Brotdorf. Den Ort Brotdorf plagt des Weiteren ein vor wenigen Jahren entstandenes Verkehrsproblem. Die Mettlacher Straße, eine der längsten und am dichtesten besiedelten Straßen im Ort, war jahrelang aus guten Gründen verkehrsberuhigt, was zu mehr Sicherheit für Anwohner und Autofahrer und zu geringerer Lärmbelästigung führte. Als der neue Ortsvorsteher Ernst Schrader (CDU) sein Amt vor vier Jahren antrat, war eine seiner ersten Entscheidungen, den Abbau der Verkehrsberuhigung in der Mettlacherstraße zu realisieren. Heute fordern die Anwohner erneut die Beruhigung ihrer Straße, wofür derselbige Ortsvorsteher nun auf einmal großes Verständnis zeigt. Kurz vor der Wahl macht schließlich das Volk die Meinung. Eine Verkehrsberuhigung der Mettlacher Straße, egal wie diese aussieht, ist sicherlich notwendig. Es ist schade, dass diese Diskussionen nun erneut geführt werden müssen. Die Politiker sollten sich sowohl für die Interessen der Bewohner von Brotdorf und Merzig, der Berufspendler als auch für eine bessere Infrastruktur einsetzen. Das funktioniert aber nur, wenn die Mehrheitsfraktion nicht immer wieder wichtige Entscheidungen aus machtpolitischen Gründen verhindert oder falsch trifft. Torsten Rehlinger, BrotdorfCDU-Fraktion nimmt Bürgerwillen ernstZum gleichen ThemaEs ist sehr zu begrüßen, dass die Merziger CDU Stadtratsfraktion den Bürgerwillen ernst nimmt und die Variante des Verkehrsgutachtens umsetzt, die sowohl für mehr Flüssigkeit des Verkehrs als auch für weniger Kreuzungsampeln sorgt. Mitnichten handelt die CDU gegen die von Herrn Carl ins Feld geführten Experten. Tatsache ist, dass die Experten zwei Varianten vorgestellt haben. Der jetzt im Stadtrat beschlossene Einbahnring ist nicht nur leistungsfähiger, weil der Verkehr flüssiger ist, sondern er ist auch billiger weil es zwei Ampelanlagen weniger gibt und die Kreuzung Propsteistraße nicht komplett umgebaut werden muss. Auch müssen sich die Verkehrsteilnehmer nicht noch einmal umgewöhnen, denn es bleibt im Großen und Ganzen bei der inzwischen akzeptierten Verkehrsführung. Diese wird sogar optimiert. Die Beschlüsse sind jetzt gefasst. Es sollte endlich losgehen, statt getroffene Entscheidungen immer wieder in Frage zu stellen. Bernd Seiwert und die CDU Stadtratsfraktion haben die Weichen richtig gestellt, damit der immer schlimmer werdende Stau endlich in Merzig aufgelöst wird. Ulrich Soumann, Merzig EVS-Ausstieg "Super-Drecks-Kescht" ist zukunftsorientiertZur Diskussion um den Ausstieg mehrerer Kommunen aus dem EVS Es ist höchste Zeit, dass die Verbandsmitglieder des EVS, die saarländischen Gemeinden, aufwachen. Jährlich steigende Gebühren, Großtechnologie und Prestigeprojekte am falschen Platz und arrogantes Missmanagement der Verbandführung treiben den zwangsverpflichtenden Steuer- und Gebührenzahler zum Nachdenken nach Alternativen. Gemeinden wie St. Wendel und Lebach haben mit großem Erfolg es vorgemacht und nun zeigen private Entsorger einen Ausweg aus der EVS-Gebührensackgasse. Nach Mettlach und Perl sollte nun auch die Tourismusgemeinde Losheim am See schnellstmöglich die "Dreckkiste" EVS hinter sich lassen und in die "Super-Drecks-Kescht" mit modernen , zukunftsorientierten Abfallbewirtschaftungskreisläufen einsteigen. Karl- Heinz Müller, Losheim am See