| 20:06 Uhr

Nur das Glück spielte nicht mit

Die Besseringer Schulturnhalle platzte fast aus allen Nähten. Doch auch das Daumendrücken und die Anfeuerung durch die 300 Zuschauer half Besseringen im Aufstiegskampf nichts. Foto: rup
Die Besseringer Schulturnhalle platzte fast aus allen Nähten. Doch auch das Daumendrücken und die Anfeuerung durch die 300 Zuschauer half Besseringen im Aufstiegskampf nichts. Foto: rup
Besseringen. Der Aufstiegstraum der Tischtennisfreunde Besseringen ist früh geplatzt. Im Relegations-Hinspiel zur 2. Bundesliga kassierte der Meister der Regionalliga Südwest eine klare 3:9-Niederlage gegen den Meister der Regionalliga Hessen, den TTC Fulda-Maberzell II Von SZ-Mitarbeiter Sascha Sprenger

Besseringen. Der Aufstiegstraum der Tischtennisfreunde Besseringen ist früh geplatzt. Im Relegations-Hinspiel zur 2. Bundesliga kassierte der Meister der Regionalliga Südwest eine klare 3:9-Niederlage gegen den Meister der Regionalliga Hessen, den TTC Fulda-Maberzell II. Damit dürfte das Rückspiel am kommenden Sonntag in Fulda nur noch für die Statistiker interessant sein, wie Besseringens Mannschaftsführer Andreas Koch zugab: "9:2 gewinnen wir da nicht, dafür sind die zu stark." Im Hinspiel wehrten sich die Besseringer tapfer. Vor fast 300 Zuschauern in der proppevollen Schulturnhalle fehlte ihnen aber in den entscheidenden Phasen ein wenig das Glück. Beispielsweise im ersten Doppel: Hier führten Andreas Koch und Christoph Brubach gegen Hans-Jürgen Fischer und Kenan Abel mit 2:0 Sätzen und hatten im dritten Durchgang zwei Matchbälle. Die blieben jedoch ebenso ungenutzt wie die zwei Matchbälle im fünften Durchgang. So hieß es nach dem Sieg von Frederik Scholer/Alexander Lauer und der Niederlage von Stanislav Horshkov/Pascal Naumann eben 1:2 statt 2:1. Im Anschluss glich der Ukrainer Horshkov mit einer Klasseleistung gegen Fischer zum 2:2 aus. Christoph Brubach war danach der Trainingsrückstand nach Magen-Darm-Grippe deutlich anzusehen. Gegen den chinesischen Bundesliga-Spieler Yu Meng blieb er ohne Chance. Andreas Koch konnte gegen Abel unter dem Jubel der Fans noch einmal ausgleichen, doch danach spielten nur noch die Gäste. Frederik Scholer blieb gegen den starken Polen Michal Dziubanski chancenlos. Als dann auch das hintere Paarkreuz nicht stach, fiel eine Vorentscheidung: Pascal Naumann kam mit dem Abwehrspiel seines Gegners Peter Nawrath nicht zurecht und verlor 0:3. Alex Lauer konnte gegen Thorsten Mähner nur im dritten Satz mithalten. "Wir hatten uns hinten Chancen ausgerechnet, aber an dem Tag wollte einfach nichts klappen", meinte Koch.Das Spiel des Tages Danach sahen die Zuschauer das Spiel des Tages. Stanislav Horshkov wuchs gegen Meng über sich hinaus und gewann die ersten beiden Sätze mit 11:5 und 11:4. Der Chinese musste im Anschluss alle Register seines Könnens ziehen, um Horshkov mit 11:8 im Entscheidungssatz noch zu besiegen. "Stanislav war Extraklasse, so gut haben wir ihn hier noch nicht gesehen", lobte Koch seinen Spitzenspieler. Doch es nutzte am Ende wenig. Kaum eine halbe Stunde später hatte Fulda mit 9:3 gewonnen und kann für Liga zwei planen. "Insgesamt können wir aber zufrieden sein", meinte Andreas Koch abschließend. "Wir hatten eine tolle Stimmung und viele Zuschauer. Und die haben ihr Kommen nicht bereut." Nur ein paar Spiele mehr hätte er gerne gewonnen. "Ein 5:9 oder 6:9 wäre drin gewesen. Nun versuchen wir halt, im Rückspiel ein passableres Ergebnis zu erzielen."