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„Nordumfahrung verhindert Dauerstau in Merzig“

„Nordumfahrung verhindert Dauerstau in Merzig“

Mittelstandsvereinigung (MIT) im Grünen Kreis nennt den neuen Anlauf für Nordumfahrung eine gute Sache.

Der neue Anlauf für die Nordsaarlandstraße kommt nach Ansicht der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) genau zum rechten Zeitpunkt. "Den Vorstoß des Merziger Bürgermeisters Marcus Hoffeld und des hauptamtlichen Beigeordneten Dieter Ernst soll die künftige Landesregierung von CDU und SPD nicht nur in den Koalitionsvertrag aufnehmen, sondern auch endlich verwirklichen", fordern MIT-Kreisvorsitzender Alwin Mertes und dessen Stellvertreter Frank Kiefer.

Vom Bau des Straßenabschnittes versprechen sich beide großen Chancen "für eine Infrastrukturverbesserung für Merzig, das nördliche Saarland und den gesamten Hochwald", kommentieren sie die Entwürfe, die Hoffeld und Ernst am Dienstag vorgestellt hatten (wir berichteten).

Der Plan, die die Spitze des Merziger Rathauses entwickelt hat, sieht den Neubau einer Straße von der Vergissmeinnichtstraße auf Höhe der Abzweigung nach Britten bis zum bereits vorhandenen Kreisel "Auf der Haardt" zwischen Mettlach und Besseringen vor. Mit dem Bau würde eine unmittelbare Verbindung zwischen der L158 und der Ortsumgehung Besseringen mit direktem Anschluss an die A8 an der Anschlussstelle Schwemlingen entstehen. "Das ist zwar ein steiler Abschnitt, doch wir konstruieren mittlerweile Straßenbrücken, die über zehn Kilometer lang sind. Da dürfte ein solche Maßnahme doch kein Problem sein", sagen beide. Diese Variante war nach ihrem Bekunden 2004 als Alternative bereits im Gespräch. Doch sie war schnell ad acta gelegt worden. Grund dafür: ein Umweg von vier Kilometern. Beide teilen die Auffassung von Merzigs Verwaltungschef, dass der Autofahrer trotzdem wesentlich schneller aus dem Hochwald auf der Autobahn 8 sei und schon heute teilweise diese Strecke genutzt werde.

Im November vergangenen Jahres hatte laut Mertes und Kiefer alleine die MIT aus dem Grünen Kreis bei der Wirtschaftsvereinigung auf Landesebene ein Plädoyer für die Nordsaarlandstraße vorgelegt, das die Unterstützung aller Delegierter fand. Die Forderung damals: Die Landesregierung soll die Nordsaarlandstraße wieder auf ihre Agenda setzen.

In dem Antrag hieß es, die Nordumfahrung Merzig sei 2012 im Koalitionsvertrag als unverzichtbar festgeschrieben worden. Mitte Oktober 2014 hatte die Regierungs-Koalition in Saarbrücken das Projekt gestoppt. Das Aus einer Anbindung des Hochwalds an die A1 und A8 schwächt nach Bekunden des Wirtschaftsflügels der Union die Region.

 MIT-Vizechef Frank Kiefer Foto: S. Rauch
MIT-Vizechef Frank Kiefer Foto: S. Rauch Foto: S. Rauch

So unterstützen Mertes und Kiefer auch die Argumentation, die vorgestern aus dem Rathaus kam, dass die Nordumfahrung unabdingbar für die Kreisstadt sei, da sie den Verkehr aus der Stadt heraushalte. "Nur diese Trasse verhindert einen Dauerstau in Merzig", sagen die Vorstandsmitglieder der MIT. Und noch eines fordern sie: Die B51 soll vom Kleinen Potsdamer Platz bis zum Kreisel Mettlach verbreitert und begradigt werden. Gleichzeitig soll ein Radweg entstehen, der die touristischen Zentren Mettlach, die Saarschleife, Losheim und den Stausee und die in der Hochwaldregion verbindet.