Niederlage trotz Neuzugang

Handball-Oberligist HSV Merzig-Hilbringen kassiert 28:36-Klatsche in Bitburg.

Böse eingeknickt: Den Oberliga-Handballern des HSV Merzig-Hilbringen gehen so allmählich die Rettungs-Strohhalme aus. Nach der 28:36 (12:19)-Niederlage beim Tabellenneunten TV Bitburg hat sich die Lage der Wölfe im Kampf um den Klassenverbleib deutlich zugespitzt. Auch die sechs Tore von HSV-Neuzugang Dejan Pavlov konnten die erneute Klatsche nicht verhindern.

Nach einem erfolgreichen Probetraining hatte der HSV den 23 Jahre alten Kroaten kurzfristig in einer Nacht- und Nebelaktion für den Rückraum verpflichtet. Davor spielte der Rechtshänder für den Oberligisten HSG Gevelsberg (Nordrhein-Westfalen). In Bitburg lief Pavlov am Samstag erstmals für seinen neuen Verein auf und zeigte gute Ansätze. "Er ist spielender Torjäger mit einem guten Auge für den Kreisläufer", stellte Marcus Simowski fest. Ansonsten hatte der HSV-Trainer kaum Grund zur Freude. Zur Pause lag sein Team bereits mit 12:19 hinten und gab sich früh auf. "Schuld war die schwache Leistung der Defensive - inklusive Torhüter", kritisierte Simowski. Auch nach dem Seitenwechsel fand seine Mannschaft nie ins Spiel.

Nach 19 von 30 Spielen belegen die Wölfe im 16er-Feld weiterhin den vorletzten Platz, doch der Abstand zur Nichtabstiegszone hat sich am Wochenende von vier auf sechs Punkte vergrößert. Ebenfalls bitter: Der bislang punktgleiche Konkurrent TV Nieder-Olm konnte sich nach dem überraschenden 36:21-Heimsieg gegen die HSG Völklingen auf zwei Zähler absetzen und setzt den unteren Tabellennachbarn unter Zugzwang. Nur noch elf Spieltage haben die Jungs von Trainer Marcus Simowski Zeit, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Die Hoffnung, schon in Bitburg etwas näher ans rettende Ufer vorzurücken, verpuffte jäh. Am kommenden Samstag kommt nun der Tabellenzwölfte TSG Friesenheim II nach Merzig.

Die Tore für den HSV Merzig-Hilbringen: Laszlo Kincses 8/5, Dejan Pavlov 6, Norbert Petö 5, Marcel Rudolph 5, Rouven Louis 1, David Pfiffer 1, Gerrit Peitsch 1, Michael Arnold 1.

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