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Neues Domizil für Rettungswache

Neues Domizil für Rettungswache

Läuft alles nach Plan, ziehen Anfang 2017 die Kreisgeschäftsstelle des DRK und die Rettungswache, betrieben vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF), in die neuen Häuser ein.

Zwei moderne Gebäube werden am SHG-Klinikum gebaut. Die Kreisgeschäftsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und eine Rettungswache, betrieben vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF), werden dort untergebracht. Die Pläne zur Erweiterung des Innovationsparks auf der Freifläche unterhalb des ehemaligen Knabenerziehungsheims stellten Vertreter beider Seiten zusammen mit Bürgermeister Marcus Hoffeld und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich am Freitagmorgen im Rathaus vor. Damit ist die Grundlage für einen Auszug der DRK-Kreisgeschäftsstelle aus dem veralteten Gebäude in der Losheimer Straße in Merzig geschaffen. Außerdem hat der Rettungsdienst des DRK im Neubau wesentlich mehr Platz für Mannschaft und Ausstattung zur Verfügung. "Im Untergeschoss der Geschäftsstelle sind eine Begegnungsstätte für Sozialarbeit und mehrere Schulungsräume geplant", erklärte DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Hoffmann. Die im Obergeschoss untergebrachte Verwaltung würde zudem durch fünf zusätzliche Mitarbeiter verstärkt. Für die derzeitige Geschäftsstelle sei bereits eine Verwendung für die Zeit nach dem Umzug gefunden: "Wir planen dort Wohnungen und Betreutes Wohnen unterzubringen", verriet Hoffeld.

Mit der neuen ZRF-Rettungswache sei laut Geschäftsführer Bernhard Roth der Landkreis für die Zukunft bestens gerüstet. Allein dafür werden 1,85 Millionen Euro investiert - eine Maßnahme, die aus seiner Sicht dringend notwendig war. "Die älteren Rettungswachen sind technisch überholt und größtenteils zu klein", erklärte Roth. Saarlandweit betreibt der Zweckverband derzeit 34 Rettungswachen im Auftrag der Landkreise. Organisationen wie DRK und Malteser, aber auch Private, können die Ausstattung des ZRF leasen und in dessen Auftrag arbeiten. Am neuen Merziger Standort werden zwei Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug, fünf Krankentransportwagen sowie einen Gerätewagen verfügbar sein - bei über 3000 Notfalleinsätzen und rund 5000 Krankentransporten pro Jahr in der Region Merzig eine angemessene Ausstattung. Neben der etwa 500 Quadratmeter großen Fahrzeughalle mit Desinfektions- und Waschräumen verfügt das Gebäude über einen Mannschaftstrakt mit Büro-, Aufenthalts- und Ruhebereichen.

"Den größten Vorteil bringt uns die günstige Lage", weiß ZRF-Geschäftsführer Roth. Durch die in Erbringen entstehende Rettungswache (die SZ berichtete) sei die Standortwahl in Merzig einfacher gefallen. "Durch die Nähe zum SHG-Klinikum und die gute Verkehrsanbindung wurde hier eine optimale Lösung gefunden." Die Zufahrt wird über eine noch zu bauende Straße erfolgen, die im nordöstlichen Bereich des Geländes entsteht.

Der Spatenstich für den Bau der Gebäude ist für Juli geplant.