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| 20:26 Uhr

Handball
Neuerliches Handballfest in Merzig

Das Saarland bot 2016 in seinem Auftaktspiel gegen Dänemark eine gute Leistung und verlor erst in der Schlussphase. Im Bild: Kian Schwarzer beim Wurf.
Das Saarland bot 2016 in seinem Auftaktspiel gegen Dänemark eine gute Leistung und verlor erst in der Schlussphase. Im Bild: Kian Schwarzer beim Wurf. FOTO: ROLF RUPPENTHAL / rup
Merzig. Der Internationale Handball-Cup in Merzig steht in diesem Jahr unter neuer Führung. Die Organisation übernimmt ein Dreierteam. Von David Benedyczuk

Nach dem 30. Jubiläum im Vorjahr ist ein neues Organisationsteam am Werk, der Maßstab bleibt aber gleich: „Unser Anspruch ist es, erneut ein hochklassiges Handball-Turnier auf die Beine zu stellen, das sich aber auch durch einen besonderen familiären Charakter auszeichnet“, sagt Michael Lux vom Vorstand des gastgebenden HSV Merzig-Hilbringen. Er ist Teil des neuen Dreigestirns, das beim 31. Internationalen Sparkassen-Cup für Jugend-Nationalteams in Merzig die organisatorischen Geschicke lenkt.

Nach dem Umbruch im HSV-Vorstand liegt es an Anne Flesch, Markus Welsch und Lux, die erfolgreiche Arbeit der etatmäßigen Organisatoren um Claudia Schlingmann und ihren Mann, den zurückgetretenen langjährigen Vorsitzenden Jens-Peter Schlingmann, fortzuführen – wobei das neue Team im Vorfeld von den ehemaligen Machern unterstützt wurde. „Es war ein reibungsloser Übergang. Die Zuschauer werden davon nichts merken“, sagt Lux vor dem Startschuss am Mittwoch, wenn sich die acht antretenden Mannschaften ab 16 Uhr erstmals dem Publikum in der Merziger Thielsparkhalle zeigen. Spätere Olympiasieger, Europa- und Weltmeister standen dort bei den bisherigen Auflagen schon auf der Platte. Weltklassespieler wie der Franzose Nikola Karabatic, Lasse Svan Hansen aus Dänemark oder DHB-Kapitän Uwe Gensheimer haben beim Sparkassen-Cup erste Schritte hin zur Weltkarriere gemacht.

Die Duelle mit den Stars von morgen sind gerade für den Nachwuchs des Handball-Verbands Saar (HVS) ein Höhepunkt. Die Auswahl um Landestrainer Dirk Mathis und Jugendkoordinator Christian Schwarzer möchte beim Heimspiel abermals zeigen, dass sie auf Topniveau mithalten kann, nachdem zuletzt zwei Mal Platz drei erreicht worden war. „Bei keinem anderen Landesverband haben die Auswahlspieler die Möglichkeit, sich auf diesem internationalen Niveau zu messen“, sagt Mathis. Aus der in Merzig vertretenen Altersstufe der Jahrgänge 2000 und jünger hat es zwar kein Saarländer ins Team von Titelverteidiger Deutschland geschafft. Doch was nicht ist, kann ja noch werden: „Eine bessere Plattform gibt es nicht, das ist für jeden der Jungs eine Riesenchance, auf sich aufmerksam zu machen und zu sagen: Schaut mal, hier bin ich – ladet mich ein“, so der Landestrainer.

Den Saar-Talenten um Lokalmatador Sascha Becker von Saarlandligist HSV steht am Mittwoch gegen Island (18.20 Uhr) die erste Bewährungsprobe. Schon im Vorjahr ging es gegen die „Wikinger“. Der HVS-Nachwuchs siegte 24:18. Auch gegen Polen, das am Donnerstag nach dem Duell mit den Niederlanden (14 Uhr) zum Vorrundenabschluss (19.20 Uhr) wartet, gab es ein 29:26 – was aber nichts heißen muss: „Jeder Jahrgang ist anders. Für uns ist es vielleicht ein Vorteil, dass ich die Jungs von Anfang bis Ende in der Auswahl betreue. Sie wissen also, welchen Handball ich sehen will. Wir wollen in diesem internationalen Reigen natürlich einen guten Job machen, als kleiner Verband aber vor allem Spaß verbreiten“, sagt der Landestrainer. Sein Turnierfavorit ist die DHB-Auswahl, die bei acht der letzten neun Auflagen triumphierte: „Wenn die nicht alles klar gewinnen, wäre das eine Überraschung“, so Mathis.

Damit die über tausend erwarteten Besucher nicht nur sportlich auf ihre Kosten kommen, hat der HSV Merzig-Hilbringen an drei Tagen „200 bis 250 Helfer im Einsatz. Kassenhelfer, Ordnerdienste, Essensausgabe, Getränke, Beschallung. Das muss alles organisiert werden“, weiß Lux: „Ebenso Anreise, Verpflegung und Unterbringung der Teams, die sich wieder auf die Jugendherberge Dreisbach und die Saarbrücker Sportschule verteilen – logistisch ist das eine Herausforderung.“ Die solle sich finanziell lohnen, wobei Lux anmerkt: „Der Cup ist auch für den Zusammenhalt im Verein ganz wichtig. Da rücken alle nochmal ein Stückchen enger zusammen“ – und so erwartet die Besucher in Merzig erneut ein tolles Handballfest zwischen den Jahren.