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Narren feiern bei Galakappensitzung in Menningen auch Geburtstag

Kostenpflichtiger Inhalt: Kappensitzung in Menningen : Wenn die Klofrau auspackt . . .

Tanznummern, Musik und eine redselige Sanitärfachfrau: Die Menninger Kappensitzung hatte für die Narren einiges im Gepäck.

„Alleh hopp – Menningen steht Kopp“ prangte das Motto in großen Lettern über der Bühne des in prächtigem Faasendschmuck erstrahlenden Menninger Bürgerhauses. Dieses platzte am Samstagabend bei der traditionellen großen Galakappensitzung des Fastnachts- und Unterhaltungsvereins fast aus allen Nähten. Sitzungspräsident Karl-Heinz Jager begrüßte nach dem Einmarsch des Prinzenpaares, Prinz Max I. und Prinzessin Anna I., mit Garden neben der großen Schar Menninger und Bietzerberger Narren als Gäste die Ortsvorsteherin Therese Schmidt nebst Kollegen aus den Nachbarorten, den Ehrenpräsidenten Lothar Rauch und Abordnungen befreundeter Karnevalsvereine.

Mit einer flotten Tanznummer startete das Funkenmariechen-Doppel Johanna Pawlak und Lisa Zickel ein mehrstündiges Programm mit Tänzen, Büttenreden, Musik und Gesang bei toller Stimmung, die durch DJ Markus Biewer immer wieder bis zum Siedepunkt angeheizt wurde. „Meine Mutter ist sooo peinlich“, berichtete ein erst elf Jahre junges Mädchen, Nachwuchstalent vom KV Heezer & Doozer Hemmersdorf, in der Bütt. Mit einem Gardemarsch und einem Showtanz überzeugten die Blauen Funken. Eine tolle Büttenrede hatte auch das Duo Erna und Helmfried vom KV Scheiden mitgebracht. Es folgte ein glänzender Aufmarsch und Tanz der Aktiven Garde, dem sich eine Sketchies-Show des SKC de Boules aus Saarlouis anschloss. „Alkohol macht blöd“, meinten die zwei besonders „intelligenten“ Frauen Bibi und Duletsch der GKG Fraulautern, von denen es eine immerhin bei Günther Jauch bis zur 100-Euro-Frage geschafft hatte.

„Der Zirkus kommt“ lautete dann das Motto eines flotten Schautanzes der Gruppe Blaue Funken. Föösend-Urgestein Christel Horf begab sich bei ihrem Soloauftritt als Sanitärfachfrau in die Bütt, um einiges vom Stapel zu lassen. „Als Klofrau muss ich immer nach der Bedienung gucken, denn wenn es wie hier bei euch richtig läuft, läuft es auch in meinem Bereich“, bekannte sie. Dass auch bei einem goldenen Hochzeitspaar nicht alles harmonisch verläuft, gaben Evi und Artur Kremer zum Besten, ehe die Aktiven einen weiteren Schautanz hinlegten.

Aus ihrem Aktivurlaub schilderten Rosi Gruhn und Christel Horf einiges, so auch über ihre Männer und befanden: „Früher woren dat noch Männer on haut missen mer froh sen, met dem wat mer hat.“ Im Marine-Outfit und der entsprechenden Untermalung mit Seemannsliedern ließen die Schneckcha bei ihrem Schautanz Traumschiff- und Reeperbahnatmosphäre aufflammen. Mit tosendem Applaus wurde Stargast Melitta van Cartier (Andy Thull), die wieder mit ihren Hits zum Mitsingen und -schaukeln den Saal in Wallung brachte, bedacht. Eine Punktlandung vom Weltall auf die Menninger Bühne legte auch das Männerballett als flinke Astronauten hin.

Mit fetziger Musik befeuerte Musikus Markus abschließend nochmals die Stimmung mit den auf der Bühne zum großen Finale versammelten Akteuren, darunter Tänzer und Vereinspräsident David Wusterhaus, dem nach Mitternacht als Geburtstagskind aus voller Kehle gratuliert wurde.

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