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Nachwuchs soll stärker umworben werden

Nachwuchs soll stärker umworben werden

Anlässlich der Delegiertenversammlung der Jugendwehren im Kreis Merzig-Wadern hat Kreisbrandinspekteur Siegbert Bauer den hohen Stellenwert der Nachwuchsorganisation hervorgehoben. Sie sei, so Bauer, „unser Pfand für die Zukunft und unsere Werbeträger“. Der Chef des Kreisfeuerwehrverbandes, Georg Flesch, wies auf den hohen Mädchenanteil von 33 Prozent hin.

Stefan Conrad aus Niederlosheim ist weiterhin Jugendfeuerwehrbeauftragter des Landkreises Merzig-Wadern. In der gut besuchten Delegiertenversammlung im Saalbau in Losheim wurde er wie auch der erste stellvertretende Beauftragte Alfons Seiwert aus Honzrath und die zweite stellvertretende Beauftragte Anna Luckas aus Bietzen für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

Conrad begrüßte die Gäste (siehe nachstehend) und zeigte sich erfreut, dass sie und die Delegierten so zahlreich gekommen waren. "Wir werden die Versammlung schnellstmöglich über die Bühne bringen. Ich bedanke mich bei meinem Vorstand für die Unterstützung, denn alleine wäre die Arbeit nicht machbar. Ich hoffe, dass ihr weiterhin hinter mir steht", sagte Conrad. Landesgruppensprecher Dominik Hissler meinte: "Was bedeutet die Jugendfeuerwehr für mich? Sie ist mehr als Hobby. Wir packen gemeinsam an und bewegen was", sagte er. Kreisjugendfeuerwehrbeauftragter Conrad trug dann seinen Bericht über die zurückliegenden zwei Jahre (siehe separaten Text) vor.

Die Reihe der Grußworte eröffnete der erste Beigeordnete Losheims Norbert Müller: "Ich freue mich, dass die Delegiertenversammlung im Saalbau Losheim stattfindet und spreche den Jugendfeuerwehren , deren Beauftragten und den Ausbildern der Wehren unser aller Dank aus. Wir, die Gemeinden im Landkreis, können stolz auf die Jugendfeuerwehren sein. Der Ausbildungsstand ist hoch und die guten Erfolge beweisen, dass die Jugendlichen gerne bereit sind, Einsatz und Leistung zu erbringen, freiwillig und ohne Entgelt, was in der heutigen Zeit keineswegs mehr selbstverständlich ist". Dass es dennoch Mädchen und Jungen gebe, die sich zur Freiwilligen Feuerwehr bekennen, bewiesen die vielen Jugendfeuerwehren . Für die Feuerwehren insgesamt bedeute Jugend Zukunft, sagte Müller. "Ich hoffe und wünsche unseren Feuerwehren, dass sie stets neuen Nachwuchs mit der Begeisterung für ihre Aufgaben anstecken kann. Dass es bei der Feuerwehr spannend zugeht, dass Nervenstärke gefragt ist und auch Gefahren drohen, gehört sicher dazu. Ich kann mir aber vorstellen, dass etwas noch entscheidender ist, nämlich das Gefühl, gebraucht zu werden und gemeinsam mit einem starken Team für eine wichtige Aufgabe bereit zu stehen."

Kreisbrandinspekteur Bauer überbrachte die Grüße der Landrätin. Er gratulierte dem Kreisfeuerwehrbeauftragten und allen Jugendfeuerwehrbetreuern zu den erbrachten Leistungen. "Die Jugendfeuerwehr ist und bleibt unser Nachwuchs. Ihr seid unser Pfand für die Zukunft und unsere Werbeträger", meinte er und appellierte: "Macht Werbung in den Schulen, um unsere starke Jugendfeuerwehr zu erhalten". Grüße des Kreisfeuerwehrverbandes sprach dessen Vorsitzender Georg Flesch aus: "Es war für mich selbstverständlich, hierhin zu kommen, denn die Jugendfeuerwehr geht nicht nur die Jugendwarte, sondern uns alle was an. Der Bericht enthält beeindruckende Zahlen, um die uns andere Kreise beneiden. Wir haben gute Jugendbetreuer und sind daher erfolgreich. Der Mädchenanteil von 33 Prozent ist hoch. Ich würde mich freuen, wenn dies auch bei den Aktiven so wäre." Die Grüße der Jugendfeuerwehren des Saarlandes übermittelte stellvertretend der Saarlouiser Kreisjugendfeuerwehrbeauftragte Dominik Weber. Er bedankte sich für das Engagement der Jugendfeuerwehr des Kreises auf Landesebene.

Auf der Tagesordnung standen dann geringfügige Änderungen der Jugendordnung, die nach Erläuterung durch den Kreis- und Landesgruppensprecher Hissler, einstimmig angenommen wurden. Kassierer Christian Leick erstattete den Kassenbericht. Die von Oliver Mohr und Kevin Burger durchgeführte Prüfung ergab keine Beanstandungen. Unter der Versammlungsleitung von Kreisbrandinspekteur Bauer wurde dann die Neuwahl (siehe Info) durchgeführt. Er gratulierte dem Kreisjugendbeauftragten und seinem Team zur Wahl und wünschte weiterhin eine gute Zusammenarbeit.

Wie der Kreisjugendfeuerwehrbeauftragte Stefan Conrad in seinem Zweijahresbericht informierte, wurden im Jahre 2013 91 Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr in die aktiven Wehren des Kreises übernommen. "Das ist eine stolze Leistung, denn im ganzen Land waren es nur 360", erklärte er.

Ein Jugendsprecherseminar in der Jugendherberge Weiskirchen unter dem Thema "Motivation und Spaß in der Jugendfeuerwehr" fand Anklang bei den 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Kommunen des Kreises. Die frühere Kreisjugendfeuerwehrbeauftragte Heike März wurde mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber ausgezeichnet und Conrad erhielt selbst die Ehrennadel der Saarländischen Jugendfeuerwehren . Ende des Jahres 2013 hatte die Jugendfeuerwehr des Kreises Merzig-Wadern 802 Mitglieder (581 Jungen und 221 Mädchen ). 2014 wechselten wieder 59 Jugendliche in die aktive Wehr. Auch fand wiederum ein Jugendgruppensprecherseminar in Weiskirchen statt.

Viele Vorschläge für Logo

Beim Wettbewerb um den Entwurf für ein Logo der Jugendfeuerwehr gingen viele Vorschläge ein. Sieger wurde die Jugendfeuerwehr aus Bergen, gefolgt von den Jugendfeuerwehren aus Niederlosheim und Bietzen. Am Wettkampf anlässlich des Kreisjugendfeuerwehrtages in Brotdorf nahmen 36 Gruppen aus 28 Löschbezirken mit insgesamt 283 Jugendlichen, 75 Betreuern und 24 Wertungsrichtern teil. Den ersten Platz holte die die Gruppe Brotdorf 1 vor Britten/Rissenthal und Silwingen. "Der Kreisjugendfeuerwehrtag in Brotdorf war spitze", betonte Conrad. Die Ehrennadel der Saarländischen Jugendfeuerwehr gab es für Thomas Hoffmann (Nunkirchen), Raimund Hassler (Wadrill) und Eric Horf (Bietzen) und die silberne Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr für Alois Minninger (Brotdorf ).

Auch die Abnahme der Jugendfeuerwehrleistungsspange fand im vergangenen Jahr statt. Ende des Jahres 2014 betrug die Mitgliederzahl 803 (213 Mädchen und 590 Jungen).

Zum Thema:

Auf einen blickIn den Vorstand gewählt wurden: Stefan Conrad aus Niederlosheim (Beauftragter der Jugendfeuerwehr des Landkreises Merzig-Wadern), Alfons Seiwert aus Honzrath (erster stellvertretender Beauftragter), Anna Luckas aus Bietzen (zweite stellvertretender Beauftragte), für die Fachbereiche: Nina Krewer aus Bergen (Bildung), Marwin Minas aus Reimsbach (Jugendpolitik), Thomas Kipka aus Mettlach (Wettbewerbe), Ralf Dillenburger aus Hausbach (Öffentlichkeitsarbeit), Remy Reinert aus Besseringen (Schriftführer), Christian Leick aus Hilbringen (Kassierer), Dominik Hissler aus Niederlosheim (Kreisjugendgruppensprecher) und Norman Gelz aus Perl (stellvertretender Kreisjugendgruppensprecher). Die nächste Delegiertenversammlung wird in Mettlach stattfinden. nb

Der wiedergewählte Kreisjugendfeuerwehrbeauftragte Stefan Conrad (links) und Kreisbrandinspekteur Siegbert Bauer wollen auch künftig zum Wohle des Feuerwehrnachwuchses eng zusammenarbeiten. Fotos: Norbert Becker.

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Auf einen blickGäste: Die ersten Beigeordneten Norbert Müller (Gemeinde Losheim ), Dr. Manfred Kost (Stadt Merzig ), Daniel Minas (Gemeinde Beckingen) und Manfred Paulus (Stadt Wadern ), Kreisbrandinspekteur Siegbert Bauer, die Ehrenbrandinspekteure Manfred Barth und Stefan Buchmann, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Georg Flesch, der Kreisjugendbeauftragte des Kreises Saarlouis, Dominik Weber, als Vertreter der Saarländischen Jugendfeuerwehren , der Landes- und Kreisjugendgruppensprecher Dominik Hissler, der Wehrführer der Gemeinde Losheim , Andreas Brausch, und der stellvertretende Losheimer Löschbezirksführer Oliver Fehr. nb