Wahrzeichen des Merziger Stadtkerns Das Mühlrad am Seffersbach steht wieder

Merzig · Nach dem Abbau und umfassenden Restaurierungsarbeiten steht das Rad nun wider an seinem Platz am Seffersbach.

 Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Stadt Merzig bei der Installation des Mühlrades am Seffersbach

Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Stadt Merzig bei der Installation des Mühlrades am Seffersbach

Foto: Stadt Merzig/Julia Steinhauer

Das Mitte Juli abgebaute Wasserrad am Seffersbach, das sogenannte Mühlrad, steht seit Ende dieser Woche wieder an seinem ursprünglichen Platz. Das 2,2 Tonnen schwere und 4,50 Meter hohe Rad wurde laut Mitteilung der Stadt Merzig entrostet sowie inklusive der am Seffersbach fest installierten Halterung gereinigt und gestrichen. Außerdem wurden alte Schaufelböden und Befestigungsschrauben durch neue ersetzt. Die Restaurationsarbeiten wurden über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen durch den Baubetriebshof (BBH) der Kreisstadt Merzig im Außenlager neben dem Wertstoffhof durchgeführt.

Hierbei wurden nach Angaben der Stadt faule Schaufelböden durch neue Eichenbohlen (40 Schaufeln zu zwei Bohlen, mit insgesamt 80 Eichenbohlen) ersetzt. Die Schreinerarbeiten hatten zu diesem Vorhaben bereits im Herbst 2022 mit der Herstellung und Vorbereitung der Eichenbohlen für die Wasserschaufeln begonnen.

Das Wasserrad wurde komplett samt Halterung in Schwarz (20 Liter Farbe) gestrichen. Ausgenommen war hierbei das Zahnrad zum Herunterlassen, dieses wurde Rot gestrichen. Weiterhin wurden alle Befestigungsschrauben durch neue ersetzt und ein zusätzliches Gitter am Wasserrad befestigt. Dieses dient als Schutz, sodass ein Einsteigen in das Wasserrad nicht möglich ist. Der Sicherheitsgedanke steht hierbei im Vordergrund.

Alle Arbeiten – bis auf den Transport – wurden durch den Baubetriebshof geleistet. Insgesamt haben mit Auf- und Abbau – ohne Kran und Transportfirma – 15 Personen dieses Projekt begleitet. Involviert waren im einzelnen zwei Schreiner, zwei Maler, ein Schlosser, drei Arbeiter, die zusätzlich beim Auf- und Abbau geholfen haben, zwei Personen zur Erstellung der verkehrspolizeilichen Anordnung, vier Personen vom Ordnungsamt und ein Projektmanager als Koordinator.

Abschließend wurde das Wasserrad mit einem 40-Tonnen-Teleskop-Geländekran sowie einem Tiefbett-Tieflader vom Außenhof zum Seffersbach transportiert und installiert. Aufgrund der Überhöhe des Schwertransporters mussten bereits in der Planung zum Streckenverlauf einige wichtige Faktoren, wie zum Beispiel eine Brückenunterführung oder Stromleitungen, für einen reibungslosen Transport beachtet werden. Um optimale Ausweichwege nutzen zu können, mussten sogar Einbahnstraßen kurzzeitig gesperrt werden. Für den Transport und die Installation des Mühlrades waren alle Projektbeteiligten fünf Stunden im Einsatz. Begonnen hatte die Aktion um 8 Uhr mit dem eigentlichen Verladen. Der Transportbeginn zum Seffersbach mit Polizei-Eskorte startete um 10 Uhr. Nach ungefähr 30 Minuten war das Ziel erreicht. Um 13 Uhr waren alle Installationsarbeiten erfolgreich absolviert und das neu restaurierte Mühlrad glänzt seitdem wieder an seinem alten Platz. Aus Sicherheitsgründen kann das Mühlrad allerdings nicht ins Wasser gelassen werden, betont die Stadt Merzig: „Hier wäre die Gefahr zu groß, dass sich aufgrund der Rotation des schweren und großen Wasserrades Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Gründen verletzen könnten.“