| 00:00 Uhr

Mit Verspätung am Ziel

Windpark Silwingen/Büdingen: An diesem Standort soll sich im Sommer eines der drei Windräder drehen. Foto: Ruppenthal
Windpark Silwingen/Büdingen: An diesem Standort soll sich im Sommer eines der drei Windräder drehen. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Silwingen. Ganz reibungslos verlief der erste Schwertransport zum Windpark nicht. Erst mit mehreren Stunden Verspätung erreichte der Konvoi die Baustelle, da es auf der Strecke durch den Heidwald Schwierigkeiten gab. Christian Beckinger

Auch beim zweiten Windpark-Projekt in der Stadt Merzig, dem Windpark Silwingen /Büdingen, geht es in die "heiße" Phase der Fertigstellung. In der Nacht auf den 10. März trafen laut den Stadtwerken Merzig, einem der Betreiber des Windparks , die ersten Schwerlasttransporte auf dem vorgesehenen Standort an der deutsch-französischen Grenze zwischen Hilbringen und Waldwisse nahe den Steinen an der Grenze ein. "Geladen hatten die Sattelzüge die ersten Turmsegmente mit jeweils etwa 40 Tonnen Gewicht", heißt es in der Mitteilung der Stadtwerke . Der Konvoi von acht Fahrzeugen erreichte Merzig demnach über die Autobahnabfahrt bei Hilbringen und steuerte die Baustelle über die Waldwieser Straße und die L 173 in Richtung Heidwald an.

Doch anders als geplant erreichte der Konvoi erst mit mehreren Stunden Verspätung den Windpark, da es auf der Teilstrecke durch den Heidwald zu Verzögerungen kam. "Schon die ersten Fahrzeuge konnten den Schotterweg nicht ungehindert passieren, da aufgrund der Steigung im Einfahrtsbereich die Räder auf dem Schotterweg durchdrehten und die Transportzüge sich so in den Schotter eingruben", heißt es in der Mitteilung der Stadtwerke .

"Nach jedem Fahrzeug musste eine Planierraupe den Weg neu ebnen und befestigen," erklärte Daniel Barth, Stadtwerke-Geschäftsführer. "Ein aufwendiges Unterfangen, das das zuständige Bauunternehmen aber gut bewältigen konnte.

Die nachfolgenden Fahrzeuge hätten demnach auf der L 173 gewartet, bis sie die Route durch den Heidwald nacheinander durchfahren konnten. "Um für die weiteren Transporte eine ungehinderte Durchfahrt durch den Heidwald gewährleisten zu können wird der Einfahrtsbereich in den Heidwald sowie die folgende scharfe Linkskurve des Weges vorübergehend asphaltiert werden müssen", halten die Stadtwerke fest. Die Arbeiten hierzu haben am Freitag begonnen.

"Wir haben die Streckenführung intensiv geplant, begutachten und genehmigen lassen. Niemand konnte damit rechnen. Die Asphaltschicht wird nach der Fertigstellung des Windparks weitgehend wieder zurückgebaut", erklärt Geschäftsführer Barth weiter. Die Anlieferung der Turmsegmente soll bis spätestens Ostern abgeschlossen sein. Im Anschluss werden die Großkomponenten wie Gondel oder Rotorblätter geliefert. Derzeit laufen die Fundamentarbeiten. Die Inbetriebnahme des Windparks ist nach Auskunft der Stadtwerke noch für diesen Sommer geplant.