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Fußball
Mit gutem Gefühl in die Winterpause

 Tayfun Külekci traf im Hinspiel in Wadern gleich mit einem Doppelpack. Am Ende hieß es 3:0 für Brotdorf. Damit könnte der FCB auch im Heimspiel gut leben.
Tayfun Külekci traf im Hinspiel in Wadern gleich mit einem Doppelpack. Am Ende hieß es 3:0 für Brotdorf. Damit könnte der FCB auch im Heimspiel gut leben. FOTO: Heiko Britz / Heiko Britz__www.digfot.de
Brotdorf. Starker Saisonstart mit 16 Punkten aus acht Spielen, dann eine lange Schwächephase und zuletzt wieder ein Sieg: Vor dem Derby gegen Noswendel Wadern ist der FC Brotdorf mit dem Saisonverlauf zufrieden. Von David Benedyczuk

Nach fast zweimonatiger Durststrecke gelang den Verbandsliga-Fußballern des FC Brotdorf am vergangenen Wochenende mit dem 4:1-Sieg beim SC Reisbach zuletzt ein eindrucksvoller Befreiungsschlag – und das ausgerechnet bei einem Gegner, der zuvor über zwei Monate ungeschlagen war. „Gegen Reisbach hatten wir sicher ein bisschen Glück“, sagt Brotdorfs Trainer Thorsten Sünnen angesichts von 60 Minuten in Überzahl nach einem umstrittenen Platzverweis für den gegnerischen Torwart.


Aus seiner Sicht war der erste Dreier nach sieben sieglosen Partien aber eigentlich auch nur eine logische Konsequenz: „Wir hatten ja absolut keine Krise, schon in den Spielen zuvor war oft viel mehr für uns drin. Wir hatten einfach nur viel Pech“, sagt Sünnen.

Der Erfolg in Reisbach war für Brotdorf, das mit 23 Zählern auf Platz acht liegt, dennoch „brutal wichtig. Denn dadurch ist der Druck mit Blick nach unten nicht ganz so groß. Wir haben jetzt ein sehr ordentliches Halbjahr gespielt – und können mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen“, findet Sünnen.



Nach langer Glückssträhne war im letzten Ligaspiel auch dem FC Noswendel Wadern Fortuna nicht ganz hold, denn das Gegentor zum 1:1-Endstand im Kreisduell gegen den SV Wahlen-Niederlosheim fiel erst tief in der Nachspielzeit. Nach vier Liga- und zwei Pokal-Erfolgen ging der Aufsteiger damit erstmals seit Oktober und dem 1:2 in Reisbach nicht als Sieger vom Feld. Das lag laut Spielertrainer Thorsten Schütte auch am Saarlandpokal-Coup gegen Oberligist FV Eppelborn: „Wir waren vom Pokalspiel noch ein wenig gebeutelt, konnten gegen Wahlen nicht die beste Leistung abrufen. Jetzt freuen wir uns auf Brotdorf, mit dem Ziel, dort noch mal zu punkten“, sagt der 34-Jährige vor dem Trainerduell „Thorsten gegen Thorsten“ (Samstag, 15 Uhr).

Sünnen sieht Noswendel Wadern als „Team der Stunde in der Verbandsliga. Der Gegner ist echt gut drauf und wird das nutzen wollen. Die Mannschaft besitzt im Offensivspiel eine brutale Qualität. Mit Sven Schwindling und Marcel Lorig haben sie personell mit das Beste, was in dieser Klasse so rumläuft“, sagt der FCB-Trainer. Senkrechtstarter Lorig hat in den letzten acht Ligaspielen zwei Vierer- und drei Doppelpacks erzielt, Landesliga-Torschützenkönig Schwindling (41 Tore) kommt nach einer Verletzung gerade wieder richtig in Form.

Im Hinspiel siegte Brotdorf dank Marco Tiator und einem Doppelpack von Tayfun Külekci mit 3:0. „Da haben sie uns mit ihrer offensiven Spielweise auf dem falschen Fuß erwischt“, so Schütte. Das soll diesmal anders aussehen – und nach dem Pech gegen Wahlen-Niederlosheim ist das Glück zum Teil schon wieder zum FC zurückgekehrt: Als Gegner für das Pokal-Viertelfinale im März bekamen Schütte und Co. Saarlandligist SF Köllerbach – und damit eines der eher machbaren Lose, die noch im Topf waren.