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Mg-ellstraßeLeser-Kritik: Wegbeschreibung zu "Garten der Sinne" irritierend

Mg-ellstraßeLeser-Kritik: Wegbeschreibung zu "Garten der Sinne" irritierend

Merzig. "Wenn man von der Autobahn abfährt und dann kurz vorm Kreisel bei Besseringen den Schildern Richtung Garten der Sinne' folgt, kommt kurz darauf ein Schild Durchfahrt verboten' mit dem Hinweis, dies sei eine Privat-Straße des Bundes", sagte der Anrufer

Merzig. "Wenn man von der Autobahn abfährt und dann kurz vorm Kreisel bei Besseringen den Schildern Richtung Garten der Sinne' folgt, kommt kurz darauf ein Schild Durchfahrt verboten' mit dem Hinweis, dies sei eine Privat-Straße des Bundes", sagte der Anrufer. Hintergrund dieser Ausschilderung: Bei der Straße handele es sich um eine Privatstraße der Bundeswehr, auf der grundsätzlich nur Verkehrsteilnehmer fahren dürfen, die zur Merziger Kaserne auf der Ell wollen. Der "Garten der Sinne" liegt in unmittelbarer Nähe dieser Kaserne. "Den Garten der Sinne' wollen sicher auch viele Besucher sehen, die von weiter weg kommen. Mitunter kommen Busse von außerhalb dorthin. Die kennen doch die Verhältnisse vor Ort gar nicht richtig und werden womöglich durch diese Schilder irritiert", meinte der Anrufer in unserer Redaktion, der selbst aus Merzig stammt. Was Auswärtigen nicht bekannt sein dürfte: Besucher des Wolfsparks und des "Garten der Sinne" haben dennoch die Möglichkeit, diese Straße als "Anlieger" zu nutzen, da dies von der Bundeswehr auf Wunsch der Stadt geduldet wird. Ein entsprechendes Zusatzschild "Anlieger frei" befindet sich auch an der Strecke. Kontakt mit BundeswehrDie Stadt Merzig will nach eigenem Bekunden die Zufahrtsfrage dennoch grundsätzlich regeln. Wie Stadt-Pressesprecher Thomas Klein auf SZ-Anfrage mitteilte, steht die Stadt seit längerer Zeit in Kontakt mit den zuständigen Stellen der Bundeswehr und hat zuletzt im Oktober 2007 einen Antrag an die Wehrbereichsverwaltung auf Mitbenutzung der Straße durch Dritte gestellt, "über den allerdings noch nicht entschieden ist". Zwischenzeitlich habe Oberbürgermeister Alfons Lauer den Beauftragten der Bundeswehr für zivilmilitärische Zusammenarbeit, Oberstleutnant a. D. Armin Birk, eingeschaltet, der in dieser Frage vermittelnd tätig werden soll. Die Wehrbereichsverwaltung als auch Oberstleutnant Michael Berndsen, der neue Kommandeur der Kaserne auf der Ell, stehen einer zivilen Mitbenutzung der Bundeswehrstraße grundsätzlich nicht im Wege. Klein: "Die Wehrbereichsverwaltung erwartet jedoch eine Regelung über mögliche Haftungsfragen im Zusammenhang mit der Bundeswehr-Schießanlage." Die Stadt werde die Verhandlungen fortsetzen und hoffe, mit den zuständigen Stellen bei der Bundeswehr "bald zu einem positiven Ergebnis zu kommen". cbe