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Störung
Merzigerin beklagt Fernseh-Ausfall

Merzig . In der vergangenen Woche hat es in mehreren Stadtteilen Probleme gegeben. Von Barbara Scherer

Bei vielen Menschen in einigen Teilen von Merzig ist in der vergangenen Woche der Fernsehbildschirm schwarz geblieben. Am Dienstag habe es „über Stunden“ bei Kabelkunden in Hilbringen, Ballern und Fitten eines Totalausfall des Fernsehens gegeben, berichtet SZ-Leserreporterin Ingrid Rossi-Entinger. „Mehr als ärgerlich“ findet sie das, hat aber zugleich Verständnis dafür, dass dies vorkomme. Weniger Verständnis zeigt sie jedoch für die Informationspolitik des Anbieters Vodafone.


Ihre Versuche, deren Störungsstelle zu erreichen, blieben nämlich erfolglos, erzählt sie: „Es war unmöglich, die Störungsstelle von Vodafone telefonisch zu erreichen: Entweder ich erfuhr, die Leitungen seien alle belegt, oder es kam eine Verbindung zustande, aber bei der Eingabe der Kundennummer hieß es, diese sei nicht verstanden worden, und die Verbindung wurde abgebrochen.“ Dies habe sich über Stunden hingezogen – und auch im Kundenportal habe es keinerlei Informationen zu der Störung gegeben.

Auf SZ-Anfrage bestätigt Vodafone, dass es nach ihren Informationen an besagtem Dienstag eine Glasfaserstörung eines regionalen Carriers – also eines Netzbetreibers – gab. Ein Glasfaserstrang sei nach Worten des Unternehmenssprechers Volker Petendorf beschädigt gewesen. Dadurch sei der TV-Empfang bei bis zu 90 Vodafone-Kunden ab 14 Uhr zeitweise eingeschränkt gewesen. Der Netzbetreiber habe ihn aber im Laufe desselben Tages repariert. Gegen 21.50 Uhr sei die Störung vollständig behoben gewesen. Da es sich nicht um eine Störung im Glasfasernetz von Vodafone gehandelt habe, sei es nicht möglich gewesen, die Kunden über das Service-Portal zu informieren.



Dass die Kundin den technischen Support nicht erreichen konnte, bedauere Vodafone nach den Worten von Unternehmenssprecher Petendorf. Warum dies geschehen ist, kann er aber nicht erklären: „Es gab keinerlei Ausfälle oder Kapazitätsengpässe. Grundsätzlich waren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des technischen Supports auch für die 90 betroffenen Haushalte in Merzig gut erreichbar.“ Bei Problemen mit der Eingabe der Kundennnummer weist er darauf hin, dass man diese nicht einsprechen müsse, sondern auch die Tastatur nutzen könne.