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Neues Fahrzeug: Merziger Wehr noch schlagkräftiger

Neues Fahrzeug : Merziger Wehr noch schlagkräftiger

Der neue Einsatzleitwagen garantiert den Bürgern mehr Sicherheit. Durch Sammelbestellungen wurde auch Steuergeld gespart.

Als ein weiteres besonderes Ereignis wird die Übergabe und Einsegnung des neuen Einsatzleitwagens (ELW) in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr der Kreisstadt Merzig eingehen. Löschbezirksführer Joachim Maxheim konnte hierzu am Freitagabend neben seinen Wehrkameradinnen und -kameraden viele Gäste aus der Politik und Feuerwehr sowie von städtischen Hilfsorganisationen in der Fahrzeughalle der Feuerwache begrüßen.

Wie Maxheim ausführte, hat der bisherige alte ELW 26 Jahre lang gute Dienste geleistet. Das neue Fahrzeug, auf dem die Fernmeldegruppe intensiv geschult worden sei, ermögliche der Merziger Feuerwehr eine optimale Einsatzleitung und sei eine weitere Investition der Stadt Merzig in ihre Sicherheit und die ihrer Bürger. Bürgermeister Marcus Hoffeld, der als Chef der Wehr ebenfalls die Anwesenden willkommen hieß, befand: „Mit dem neuen Einsatzleitfahrzeug bekommt die Feuerwehr Merzig eine neue und moderne taktische Einheit zur Seite gestellt. Aufgabe dieses Fahrzeuges ist es, bei Einsätzen größerer Art die Führung besser zu koordinieren und den Einsatz erfolgreich abarbeiten zu können.“

Nahezu baugleiche Fahrzeuge seien vor kurzem auch in Losheim und Perl in Dienst gestellt worden. „Durch diese interkommunale Zusammenarbeit bei der Ausschreibung und Beschaffung wird die Qualität der Feuerwehr im ganzen Kreis auf eine neue Ebene gehoben. Zudem konnten durch die Sammelbestellung Steuergelder eingespart werden“, meinte Hoffeld weiter. Auch er wies auf die bereits frühzeitig angelaufenen Spezialausbildungen unter Leitung von Stadtfunkwart Michael Gunkel hin, die dazu beigetragen hätten, dass die volle Funktionalität dieser besonderen Einheit von Beginn an gewährleistet ist.

„Das alte Fahrzeug aus dem Jahre 1991 geht nach fast 20 000 Kilometer im Dienst der Feuerwehr und zum Schutz der Bevölkerung nun in den Ruhestand. Bei der Neubeschaffung ist es gelungen, keine Steigerung beim Fahrgestell vorzunehmen und die bisherigen Größenverhältnisse beizubehalten“, unterstrich der Bürgermeister.

Er dankte der an diesem Tag leider verhinderten Landrätin für die Übernahme von 50 Prozent der angefallenen Beschaffungskosten durch den Kreis und bemerkte, dass trotz der anhaltenden schwierigen Haushaltslage die Qualität der Feuerwehr und damit auch die Sicherheit der Bevölkerung aufrecht erhalten werde. Es bleibe zu hoffen, dass sich der Einsatzbedarf in Grenzen halte und man vor Feuer, Naturkatastrophen und Unfällen verschont bleibe.

Hoffeld stellte fest: „Die Feuerwehr, für die ich nur werben kann, ist ein wichtiger und unersetzlicher Teil unserer Gesellschaft“. Er dankte allen Wehrleuten der Stadt für ihren Dienst und wünschte eine erfolgreiche und gesunde Heimkehr von allen Einsätzen.

Wehrführer Ralf Bernardy berichtete über Beschaffung des ELW und dessen technische Daten (siehe Info). Dechant Bernd Schneider und sein evangelischer Kollege, Pastor Klaus Kühnhaupt, erbaten dann bei der Einsegnung Gottes Segen für das Fahrzeug und seine Besatzung. Als Taufpaten fungierten Oberbrandmeister Benno Stein und Hauptfeuerwehrmann Karl-Heinz Kewerkopf, deren Namen auf dem neuen ELW verewigt sind. Es folgten noch weitere Grußworte sowie Verabschiedungen, Ernennungen und Ehrungen, denen sich ein Umtrunk mit Essen im Schulungsraum anschloss.