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Merziger Bürgermeister Hoffeld regt Rettungsschirm für Vereine an

Corona-Krise : Hoffeld und Wagner fordern finanzielle Hilfe für Vereine

Einen „Rettungsschirm für Vereine“, die unter den Folgen der aktuellen Corona-Krise leiden, bringen der Merziger Bürgermeister Marcus Hoffeld (CDU) und der CDU-Landtagsabgerodnete Frank Wagner, der ebenfalls aus Merzig kommt, ins Gespräch.

In einem Schreiben an das saarländische Innenministerium sprechen die beiden CDU-Vertreter sich für finanzielle Soforthilfen an Vereine im Land aus.

„Die derzeitigen Beeinträchtigungen durch den Coronavirus belasten in erheblichem Maße auch die Vereine“, erklären Hoffeld und Wagner gegenüber unserer Redaktion. Aus Sicht der beiden Christdemokraten hat zwar die Unterstützung der Wirtschaft in dieser jetzigen Ausnahmesituation höchste Priorität, denn hinter jedem Unternehmer und hinter jedem Einzelhändler stünden zahlreiche Arbeitsplätze und damit auch persönliche Schicksale. Allerdings müssen nach Meinung von Frank Wagner und Marcus Hoffeld auch die Vereine finanziell unterstützt werden. Die Vereine sind aus ihrer Sicht wichtige Treffpunkte für die Bürger, sie tragen erheblich zu einer funktionierenden Gesellschaft bei. Gerade für Kinder, Jugendliche und auch Senioren werde der Hauptteil der Freizeitaktivitäten durch das vielfältige Engagement der Vereine abgedeckt, sagen die beiden weiter.

Frank Wagner, der auch Vorsitzender des Merziger Stadtverbandes sporttreibender Vereine ist, und Marcus Hoffeld bescheinigen den Vereinen außerdem eine wertvolle Jugendarbeit: „Vielen Jugendlichen wird in den zahlreichen Vereinen die Möglichkeit gegeben miteinander zu musizieren, miteinander Sport zu treiben oder miteinander anderen zu helfen“, heißt es in ihrer Erklärung. Sie beide hätten haben in den vergangenen Tagen „stichprobenartig“ Vereinsvorsitzende angesprochen, um herauszufinden, wie hoch die finanziellen Einbußen seien, sagen Hoffeld und Wagner. Die dabei gewonnen Erkenntnisse seien besorgniserregend: „Die meisten Vereine haben keine finanzielle Rücklagen, manche haben für ihre Clubanlagen sogar Kredite aufgenommen“, berichtet Bürgermeister Hoffeld. „Ihnen fehlen durch durch die Schließung von Clubhäusern beziehungsweise das Wegfallen von Veranstaltungen oder Eintrittsgeldern schon kurzfristig finanzielle Mittel.“ Der Landtagsabgeordnete Frank Wagner ergänzt: „Mit Blick in die Zukunft ist es wichtig, dass die finanziellen Einbußen, die die Vereine durch die derzeitigen Einschränkungen erleiden, zumindest in großen Teilen aufgefangen werden.“

Den beiden CDU-Vertretern ist nach eigenem bekunden dabei wichtig, alle Vereine im Blick zu haben und nicht einzelne Interessengruppen zu bevorzugen. „Neben dem Sport müssen wir auch an die Bereiche Kultur, Soziales sowie unsere Hilfsorganisationen denken. Hier wird ein riesiges ehrenamtliches Engagement an den Tag gelegt“, sagt Wagner. In Merzig arbeiten seit einigen Jahren die beiden Stadtverbände der Sport- und Kulturvereine intensiv zusammen. Wagner sagt hierzu: „Diese Kooperation wollen wir nutzen und haben in Merzig ein neues Netzwerk für die Vereine gegründet. Mit dem neuen Vereinsforum Merzig werden wir die Anregungen und Sorgen der Vereine bündeln und so ein breites Feedback erhalten.“

 Frank Wagner
Frank Wagner Foto: Jan Bubel/CDU-Landtagsfraktion/Jan Bubel

Wagner und Hoffeld haben, wie sie sagen, in ihren Gesprächen festgestellt, dass die fehlenden Einnahmen die Vereinsvertreter, die dies alles ehrenamtlich im Sinne der Gesellschaft tun, sehr belasten. Die Vereinsvorstände machten sich große Sorgen um die weitere Zukunft ihres Vereines. In einem gemeinsamen Schreiben an die Landesregierung haben beide daher darum gebeten, dass auch die Vereine kurzfristig dringend erforderliche Zuschüsse erhalten. „Ohne eine zusätzliche finanzielle Unterstützung des Landes werden viele Vereine nach dieser Krise keine Überlebenschance haben. Daher brauchen wir nun dringend einen finanziellen Rettungsschirm für unsere Vereine“, betonen Wagner und Hoffeld abschließend.