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Merzig will Flut an Spielhallen eindämmen

Merzig. Spielhallen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Die Stadt Merzig reagiert mit einem Konzept für Spielhallen. Demnach sollen diese künftig überwiegend in Gewerbegebieten angesiedelt werden. Lars Reusch

Der Merziger Stadtrat hat am Dienstagabend einstimmig ein Spielhallen-Konzept beschlossen, mit dessen Hilfe die Ansiedlung von Spielhallen besser gesteuert werden soll. Damit reagiert die Stadt auf den Expansionsdrang der Glücksspielbranche. In Merzig existierten bereits fünf Spielhallen, für weitere Standorte in der Kernstadt gebe es Bauvoranfragen. Um negativen Auswirkungen auf das Umfeld möglicher neuer Spielhallen vorzubeugen, sieht das Konzept vor, dass diese sich vornehmlich in Gewerbegebieten und in Mischgebieten mit überwiegend gewerblicher Prägung ansiedeln sollen.

Das Konzept sieht zudem vor, dass der vordere Bereich der Rieffstraße als Sondergebiet eingestuft wird. Das soll verhindern, dass sich auf dem Areal beim Kaufland-Kreisel Spielhallen ansiedeln - dieser Stadteingangs-Bereich soll im Zuge des Kreisel-Umbaus zu einer Ampelkreuzung neu gestaltet werden. Vor einigen Jahren sollten an dieser Stelle schon einmal vier Spielstätten entstehen. Die Stadt hatte damals keine Einwände, das Projekt scheiterte aber am Veto der Unteren Bauaufsichtsbehörde. Das Spielhallen-Konzept wird künftig in der Bebauungsplanung berücksichtigt, rechtsverbindlich ist es nicht.