Merzig: Spanische Austauschschüler lernten den Grünen Kreis kennen

Merzig : Spanier lernten den Grünen Kreis kennen

Weit angereist waren die Austauschschüler aus Onda nahe Valencai und trotzten in Merzig und Umgebung dem deutschen Wetter.

Vor Kurzem wehte am Gymnasium am Stefansberg (GaS) in Merzig die spanische Fahne. Anlass war der Gegenbesuch der Austauschschule aus Spanien, aus Onda in der Nähe von Valencia. Im September 2018 hatte der Austausch mit der spanischen Schule begonnen, als eine 15-köpfige Schülergruppe zusammen mit Spanischlehrerin Birgit Serf-Schilz nach Onda reiste. Nun erwiderten die spanischen Schüler den Besuch.

Ein abwechslungsreiches Programm war geplant. So standen, neben dem täglichen morgendlichen Unterrichtsbesuch und damit dem Einblick ins deutsche Schulsystem, der Besuch des Keramikmuseums von Villeroy & Boch, eine Schifffahrt um die Saarschleife und eine Stadtführung in Trier als kulturelle Punkte auf dem Programm. Neben dem kulturellen Angebot gab es auch ein informatives: Die Schüler und Lehrer wurden von Schulleiter Albert Ehl ausführlich über den Aufbau der Schule informiert. Beim Empfang bei Bürgermeister Marcus Hoffeld erfuhren sie Wissenswertes über Merzig und seine Umgebung.

Leider zeigte sich das Wetter den sonnenverwöhnten Spaniern nicht wohlgesonnen und somit musste das Outdoor-Programm ausfallen. Geplant waren die Begehung des Baumwipfelpfades in Orscholz mit anschließender Wanderung von Orscholz nach Mettlach. Auch das kurzfristig angedachte Alternativprogramm (Besuch des Wolfsgeheges) fiel dem Starkregen zum Opfer. Gegen Abend schließlich hatte der Wettergott dann noch ein Einsehen und ermöglichte zumindest einen Kurzbesuch auf der Cloef mit Blick auf die Saarschleife. Die spanischen Schüler und die Lehrer zeigten sich sehr beeindruckt vom Ausblick und das Fotografieren wollte kein Ende nehmen. Der Abend endete mit einem gemütlichen Grillfest, an dem neben den Schülern und Lehrern auch die Gastfamilien und Schulleiter Ehl teilnahmen. Die Freude der Austauschschüler war groß, als sie ihre von der Schule gesponserten Gastgeschenke auspackten: Jeder erhielt eines der neuesten Modelle der Schul-T-Shirts, die natürlich sofort angezogen wurden.

Nach fünf Tagen in Deutschland hieß es dann, Abschied nehmen. Die Gasteltern brachten in Begleitung ihrer Kinder die Austauschschüler zum Flughafen Luxemburg, von wo die Rückreise über Frankfurt nach Valencia startete. Der Abschied zog sich in die Länge, denn er fiel auf beiden Seiten sehr schwer. So flossen wie schon im September in Spanien viele Tränen. Als Erinnerung an diesen ersten Austausch wurden eine deutsche und eine spanische Fahne von allen unterschrieben, wobei die deutsche mit nach Spanien flog und die spanische Flagge in Merzig blieb. Am Ende der Woche waren sich die Vertreter beider Schulen darüber einig, dass dieser Austausch in Zukunft fortgesetzt werden soll.

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