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Merzig: Nachhaltig schlemmen im Weingarten auf dem Gustav-Regler-Platz

Merzig : Nachhaltig schlemmen im Weingarten

Von Wein und Viez bis hin zu Brot und Käse: Ab Samstag steht der Gustav-Regler-Platz ganz im Zeichen von Speisen und Getränken.

„Die Nachfrage nach Wein wird immer größer und das Know-how rund um den Rebensaft wird auch für jüngeres Publikum zunehmend interessanter“, weiß Ben Kremer. Er ist der Ideengeber und Berater für das Konzept des Weingartens, der am Samstag auf dem Gustav-Regler-Platz in Merzig startet. Schon vor vier Jahren hatte Ali Kazik die Idee, dort eine Gastronomie zu installieren. „Ich wollte einen Platz für Jung und Alt in Merzig schaffen. Einen Platz, an dem alle gemeinsam eine Kleinigkeit essen können oder auch nur etwas trinken können.“ Dieser Platz wurde nun gefunden, direkt am Seffersbach, umgeben von blühenden Bäumen.

Kazik ist kein Unbekannter in Merzig. Seit sechs Jahren betreibt der Wahl-Merziger mehrere Geschäfte in der Kreisstadt. Hinzu kommt sein hohes Engagement im Altstadtförderverein.

Das Konzept für den Weingarten hatte Kremer schon etwas länger in der Schublade. „Ali und ich kennen uns schon ein paar Jahre. Zuletzt habe ich ihn in Sachen Spirituosen für seine Gastronomie beraten. Er hat mich gefragt, ob ich nicht eine Idee für den Gustav-Regler-Platz hätte. So ist dann das Konzept für den Weingarten entstanden.“ Der Weingarten setzt auf eine hohe Qualität der Getränke und Speisen. Neben den Stammweingütern Herber, Schmitt-Weber und Ollinger-Gelz werden in regelmäßigen Abständen auch ausgewählte Weine limitiert angeboten. Das neue Projekt setzt auf Produkte aus der Region. Händlern und Herstellen aus dem Grünen Kreis wurden gezielt angesprochen, um dem Motto „Von Merzig für Merzig“ gerecht zu werden.

So kommen das frische Landbrot und die Panini von der Traditionsbäckerei Tinnes in Merzig. Die Fleischwaren liefert die Metzgerei Doll aus Bachem, welche noch selbst produziert. Die Gartenlimonaden werden mit frischem Tee aus dem Merziger Tee- und Gourmethaus Genussvoll hergestellt. Der über die Landesgrenzen bekannte Merziger Viez sowie Liköre und Brände aus lokalen Brennereien runden das regionale Portfolio ab. Neben einer klassischen Bratwurst wird es passend zum Wein auch eine Käse-Schinken-Kombination sowie eine Antipastivariation geben. Das Essensangebot wird durch Süßkartoffelpommes und klassische Kartoffelspalten ergänzt. Ali Kazik begründet die kleine aber abwechslungsreiche Karte: „Egal ob Fleischliebhaber oder Veganer, bei uns sollen sich alle wohlfühlen und die Zeit genießen. Wir bieten ganz bewusst keine Pizza, Baguettes, Steak, Nudeln oder Ähnliches an. Der Weingarten soll mit seinem Angebot eine Bereicherung sein und keine Konkurrenz für die umliegende Gastronomie.“

Kremer ergänzt das Ganze um ein immer wichtiger werdendes Thema: Energie- und Lebensmittelverschwendung. „Es ist ein Pilotprojekt, wir wollen es so einfach wie möglich halten und versuchen dabei nachhaltig zu arbeiten. Platz ist bei so einem kleinen Konzept Mangelware, daher verzichten wir auf Schnick-Schnack und Chichi. Eine sehr kleine Essenskarte sorgt dafür, dass wir nichts oder sehr wenig wegwerfen müssen. Die Beleuchtung versuchen wir mit Solarlösungen zu unterstützen.“ Der 26-jährige Kazik, welcher federführend in der neuen Gastronomie direkt am Seffersbach sein wird, macht deutlich, dass der Weingarten trotz seines mobilen Aufbaus hier seinen Beitrag leisten möchte. Einen Trinkhalm und Servietten gibt es nur auf Nachfrage. Zusätzlich wird der „Bio Straw“ genutzt, dieser Trinkhalm ist 100 Prozent biologisch abbaubar. Das Besteck besteht aus recyceltem Holz und das Geschirr ist aus Zuckerrohr mit den besten ökologischen Werten. Neben dem Genuss für den Gaumen wird es auch gelegentlich Genuss für die Ohren geben. Eine offene Bühne für Musiker und Kleinkünstler wird in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stehen.

Der gemeinsame Wunsch, ein neuartiges Projekt in Merzig umzusetzen, hat Kazik und Kremer zusammengebracht. Letzterer wird aus beruflichen Gründen das Weingartenteam jedoch nur beratend unterstützen können. Die Jungs sind der Stadt Merzig sehr dankbar, dass sie einem solchen Projekt zugestimmt hat, und wünschen sich nun nur noch eines: „Die Gäste sollen einfach eine gute Zeit haben und ein tolles Glas Wein genießen.“