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Merzig: Mit Graffiti Aufmerksamkeit für Klima und Umwelt schaffen

Projekt in Merzig : Jugendliche haben viele Fragen zum Thema Graffiti

Beim Projekt „MZGraffiti – Zukunft.sichtbar.machen!“ sollen Jugendliche die Grundlagen des Graffiti kennen. Zum ersten Termin im Merziger Jugendhaus sind knapp 40 Jugendliche erschienen. Von denen wollte der Coach Tarik Yilmaz, der seit mehr als 20 Jahren als Graffitikünstler tätig ist, zunächst einmal wissen, ob die Jugendlichen denn schon mal gemalt hätten.

Einige der Jungen und Mädchen nickten zögerlich. „Und was malt ihr so?“, fragte Yilmaz weiter. Der Reihe nach stellten sich die Jugendlichen vor und erzählten, welche Erfahrungen sie mit Stiften, aber teilweise auch schon mit Sprayfarben gemacht haben. Inhaltlich setzen sich die Teilnehmer im Projekt mit Umwelt- und Klimaschutz auseinander. Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für den Umwelt- und Klimaschutz nicht nur bei den Jugendlichen zu schärfen, sondern auch eine breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.

„Habt ihr Fragen zu Graffiti?“, fragte Yilmaz. Einer der Teilnehmer wollte wissen, was passiert, wenn man sich vermalt hat. Der Künstler erklärte, dass das Graffiti dann nicht zerstört sei und er den Jugendlichen Techniken zeigen werde, wie man Linien, die man verzogen hat, messerscharf nachziehen kann. Außerdem gebe es dank der enormen Farbauswahl auch zahlreiche Möglichkeiten, Patzer mit anderen Farben auszubessern. Auf die Frage hin, woraus die Farbe besteht und ob sie giftige Stoffe enthält, meinte Yilmaz, dass sie mittlerweile Hybridlacke verwenden. Außerdem werden die Jugendlichen beim Sprayen mit einer kompletten Schutzausrichtung inklusive Atemschutz und Handschuhen ausgestattet.