Merzig: Acht Jahre lang das Wohl der Schule im Blick gehabt

Verabschiedung von Gabriele Hewer am PWG : Acht Jahre lang zum Wohle der Schule

Acht Jahre lang war sie Schulleiterin am Peter-Wust-Gymnasium (PWG) in Merzig, jetzt geht sie in den Ruhestand: In einer Feierstunde in der großen Halle der Schule wurde Oberstudiendirektorin Gabriele Hewer vor kurzem verabschiedet.

Der stellvertretende Schulleiter Andreas Brust begrüßte die Gästen. Am Anfang seiner Verabschiedungsrede stellte er in einem Rückblick die Höhepunkte aus der Amtszeit von Gabriele Hewer als Schulleiterin des Peter-Wust-Gymnasiums vor, die am 8. August 2011 mit der offiziellen Amtseinführung begonnen hatte.

Brust verwies auf das Vorwort der neuen Schulleiterin in der Schulzeitung des Jahres 2011. Dort hatte Hewer Pläne und Ziele für ihre Amtszeit am PWG skizziert, wobei die damals akute Raumnot im Fokus stand. Mit Beharrlichkeit, Ausdauer, Verhandlungsgeschick und in konstruktiver Kooperation mit dem Landkreis als Schulträger habe Hewer fast alle Ziele erreichen können. Dies zeige sich besonders im Erweiterungsbau für Kunst und Musik, der im Sommer 2018 eröffnet wurde.

Aber auch im Bereich der Planung von Veranstaltungen und Projekten habe sich Hewers Geschick und Kompetenz gezeigt. Brust erinnerte die Schulgemeinschaft an die Konzerte, Ausstellungen und Wettbewerbe im Rahmen des 125-jährigen PWG-Jubiläums im Jahr 2014. Dieses sei dem Publikum mit den Höhepunkten des großen Festakts in der Stadthalle und vor allem der Aufführung der großen Gemeinschaftsproduktion „Zip-Zap“, einem selbstgeschriebenen Musical zum Leben von Peter Wust, in bester Erinnerung geblieben.

Die Mathematik- und Physiklehrerin erreichte zudem, dass das PWG im Jahr 2012 erstmals als Mint-freundliche Schule ausgezeichnet wurde und im Jahr 2018 zudem als „Digitale Schule“. Zahlreiche Erfolge bei Wettbewerben, die Auszeichnung als erfolgreichste saarländische Schule bei „Jugend forscht“ (2014, 2018) oder der „Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft“ (2017) dienten laut Brust als Beleg für die besondere Förderung der Schüler, auch über den Unterricht hinaus. Insbesondere habe Hewer die Förderung von Mädchen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern am Herzen gelegen.

Der Beigeordnete des Kreises, Frank Wagner, überbrachte anschließend die Grüße der Landrätin. Wagner betonte in seinem Grußwort die besondere Beziehung, die ihn persönlich bereits seit Jahren mit der Schulleiterin verbinde. Er habe sie aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt. Zuerst während seines Referendariats, als Hewer Schulrätin war, danach als Schulleiter der Kreuzbergschule und jetzt als Kreisbeigeordneter.

Der Bürgermeister der Stadt Merzig, Marcus Hoffeld, betonte den Tatendrang und die Zielgerichtetheit der Schulleiterin. Es sei stets erkennbar gewesen, „wie sie für ihre Schule gebrannt“ habe. Dabei habe sie ihre Spuren hinterlassen, von denen auch zukünftige Schülergenerationen noch profitieren könnten. Hoffeld schloss sich den guten Wünschen für den zukünftigen Lebensweg an.

Die Laudatio für das Ministerium für Bildung und Kultur eröffnete Sylvio Schaller mit einem Verweis auf den energischen Tatendrang der Schulleiterin Hewer. Das Peter-Wust-Gymnasium hinterlasse Gabriele Hewer als Schule, die hervorragend für die Zukunft gerüstet sei, so Schaller. Schaller verlas die Ruhestandsurkunde und überreichte sie Hewer mit den besten Wünschen für ihre Zukunft.

Auch Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld sagte der Abschiedsfeier in der Schule Gabriele Hewer Adieu. Foto: Christian Schmitz/PWG
Impressionen von der Abschiedsfeier von Gabriele Hewer. Foto: Christian Schmitz/PWG

Einen besonderen Dank richtete Hewer an die Fachschaft Musik, die die Feierstunde mit den Ensembles der Schule begleitete. Die Big Band unter der Leitung von Dirk Sauer, der Unterstufenchor d’ac(C)hord, der Mittel- und Oberstufenchor Chorioso sowie der Neigungskurs Musik 12 mit Thomas Berger, das Orchester unter der Leitung von Peter Hahn und der Gesangssolistin Julia Berger und nicht zuletzt die Tontechnik AG um Frank Hahn trugen zum feierlichen Ambiente der Verabschiedung bei.

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