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| 21:40 Uhr

Merzig
Mehr Raum für die Sparkassen-Mitarbeiter

Die Sparkasse Merzig-Wadern hat den Altbau (rechts) ihrer Merziger Hauptstelle aufgestockt. Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Zurzeit laufen die Umbauarbeiten im ehemaligen ImmobilienCenter unter der runden Glaskuppel.
Die Sparkasse Merzig-Wadern hat den Altbau (rechts) ihrer Merziger Hauptstelle aufgestockt. Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Zurzeit laufen die Umbauarbeiten im ehemaligen ImmobilienCenter unter der runden Glaskuppel. FOTO: Manfred Müller
Merzig. Drei Jahre hat es von der Planung bis zur Fertigstellung gedauert. Jetzt ist das Dach der Sparkasse Merzig-Wadern saniert und aufgestockt.

„Dicht und zu“ lautete das Motto dieser Tage bei der Sparkasse Merzig-Wadern: Das Geldinstitut feierte unter dieser Devise die Fertigstellung der umfassenden Dachsanierung am Hauptsitz in der Merziger Schankstraße.

Gut drei Jahre nach Beginn der ersten Planungen und ein Dreivierteljahr nach Beginn der Bauarbeiten wurde das Vorhaben jetzt abgeschlossen. Dabei hat die Sparkasse nicht nur das gut 80 Jahre alte, mittlerweile recht marode Dach auf dem Altbau-Trakt ihres Stammsitzes erneuert. Das Geldinstitut nutzte die Sanierung auch dazu, neuen Raum für ihre Mitarbeiter zu schaffen: Denn indem das Dachgeschoss im Zuge der Sanierung aufgestockt wurde (womit der in Richtung Kaufland-Kreisel gelegene Altbautrakt nun die gleiche Gesamthöhe besitzt wie der später angebaute Neubau in Richtung Schankstraße), ist dort ein sehr schmuckes Bürogeschoss mit einer Gesamt-Nutzfläche von rund 670 Quadratmetern entstanden.

Dies bietet nach den Worten von Frank Jakobs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, Platz für 30 bis 35 Arbeitsplätze sowie einen komfortablen Besprechungsraum. Die Mitarbeiter, die zukünftig im neuen Sparkassen-Obergeschoss ihrer Tätigkeit nachgehen werden, werden von anderen Standorten im Stadtgebiet, wo die Sparkasse nur eingemietet ist, zum Hauptsitz zurückgeholt. Wie genau die neuen Räumlichkeiten genutzt werden sollen und welche Abteilungen dort angesiedelt werden, das steht nach den Worten von Jakobs noch nicht fest. Diese Entscheidungen werden Bestandteil des zweiten Bauabschnittes sein, für den die Planungen jetzt anlaufen. Wichtig sei zunächst einmal gewesen, dass der Ausbauzustand „dicht und zu“ erreicht worden sei, betonte Jakobs – also Abschluss von Dachsanierung und Aufstockung. Der Innenausbau sei nun der nächste Schritt.

Bis es soweit gekommen ist, hatten die Verantwortlichen bei der Sparkasse arbeitsreiche und mitunter aufreibende Monate hinter sich zu bringen. Denn nicht alles lief bei dem Großprojekt nach Plan, erinnerte Jakobs: „Wegen eines Unwetters im Sommer 2017 waren Büroflächen unter dem Baustellenbereich teilweise unbenutzbar, Büroumzüge und auch Renovierungen wurden erforderlich.“ Auch an einen gewissen Lärmpegel während der Bauphase hätten sich die Mitarbeiter gewönnen müssen. „Aber gemeinsam mit den Architekten und den Baufirmen haben wir Lösungen für alle Probleme gefunden und die ‚Nebenwirkungen‘ der Baustelle für alle erträglich gemacht“, sagte Jakobs. Dass die Dachsanierung und –erweiterung mit rund 2,1 Millionen Euro Gesamtkosten zudem im vorab geplanten Finanzrahmen geblieben sei, wertete der Sparkassenchef als sehr erfreulich.

Architekt Kurt Kühnen, der für die Planung und Abwicklung des Projektes verantwortlich war, sagte: „Ich finde es als Architekt toll, dass ich wieder einmal ein solch prägnantes Gebäude in meiner Heimatstadt bauen durfte.“ Basis des Bauwerks sei das –„Ur-Sparkassengebäude“ aus dem Jahr 1935, erinnerte Kühnen – „das wir mit Respekt behandelt haben, aber dem wir ein neues Gesicht und ein neues Gewicht geben mussten“. Die jetzt vollzogene Aufstockung vollende städtebaulich nicht nur das Gesamtbauwerk Sparkassen-Hauptstelle, „sondern schafft im Zusammenhang mit dem Landratsamt und dem Neubau der Barmer für unsere Stadt eine repräsentative stattliche Eingangspforte“, befand Kühnen. Vor dem Neubau habe „der altehrwürdige Eichendachstuhl von 1935“ abgerissen werden müssen, sagte der Architekt. „Der Hauch der Geschichte hat uns berührt, als uns mehrere Pakete mit Lebensmittelkarten aus dem zweiten Weltkrieg entgegen flogen“, sagte Kühnen. Insbesondere in statischer Hinsicht sei das Projekt anspruchsvoll gewesen, doch die Lösung, die in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro IBZ aus Merzig gefunden wurde, sei absolut innovativ und beispiellos: Das gesamte neue Dachgeschoss wurde auf eine Konstruktion aus Stahl-Trägerrahmen aufgelegt, wodurch die vorhandene Decke des darunter liegenden Geschosses nicht belastet wurde. An den Stahlrahmen sind Holzbalken befestigt, die wiederum zur Befestigung von Trapezblechen dienten. Auf diesen wurde der Estrich ausgebracht, der den Untergrund des neuen Bodens bildet – der Boden des Dachgeschosses schwebt also quasi.

Architekt und Bauleiter Kurt Kühnen lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und hob insbesondere die Leistung der immerhin über 20 beteiligten Baufirmen – weitestgehend aus der Region –hervor. „Es machte richtig Freude, den Fortschritt bei der Arbeit zu sehen.“ Jetzt freue er sich schon ganz besonders auf die nächste Bauphase – den Innenausbau.

Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist mit dem Einbau des Estrichs der erste Bauabschnitt bei der Sanierung und Erweiterung des Hauptstellen-Altbaus abgeschlossen. FOTO: SPARKASSE/MANFRED MÜLLER
Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist mit dem Einbau des Estrichs der erste Bauabschnitt bei der Sanierung und Erweiterung des Hauptstellen-Altbaus abgeschlossen. FOTO: SPARKASSE/MANFRED MÜLLER FOTO: Manfred Müller