Manfred Klein stellt aus

Merzig. "Nur wer hinterlassene Spuren entdeckt, kann neue Spuren hinterlassen". Mit diesem Zitat von Manfred Klein von vor zehn Jahren eröffnete Sparkassendirektor Siegfried Eckert die beeindruckende Ausstellung

Zwei Werke von Manfred Klein. Foto: Rolf Ruppenthal.

Merzig. "Nur wer hinterlassene Spuren entdeckt, kann neue Spuren hinterlassen". Mit diesem Zitat von Manfred Klein von vor zehn Jahren eröffnete Sparkassendirektor Siegfried Eckert die beeindruckende Ausstellung. Manfred Klein, der seinerzeit seine eigenen Spuren im Bereich der Malerei und Fotografie wiederentdeckte, glänzt in dieser Ausstellung mit beeinduckenden Bildern in verschiedenen Techniken. Beeindruckt zeigte sich Siegfried Eckert, dass Manfred Klein "zwischen Kommunalpolitik, Fußball, seiner regen Teilnahme am Merziger Vereinsleben und auch seinem Beruf als technischer Leiter am SHG-Klinikum noch Platz für die Malerei findet". In der Laudatio beschäftigte sich dann Christian Müller aus Bonn, ein persönlicher Freund des Merziger Ortsvorstehers, mit dem Menschen und Künstler Manfred Klein. 1946 in Merzig geboren, entdeckte Klein schon als junger Mann die Liebe zur Malerei, aber fand erst vor zehn Jahren den Weg zu Pinsel und Leinwand zurück. "Klein hat sich als Autodidakt die Grundelemente der Malerei selbst erarbeitet", so Müller, darunter Kreisbeigeordneter Konrad Pitzius und Oberbürgermeister Alfons Lauer. Künstler wie Hans Weinand, Izak Bellheret, Evelin Bachellier, Tront Christopei und Tanja Bach waren Kleins wichtige Lehrmeister. Müller stellte das soziale Engagement Kleins in den Mittelpunkt und bezeichnete ihn als "Seismographen und Übersetzer emotionaler Vorgänge". Kleins malerische Sprache sei selbstlos und urteile angemessen. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer Ausstellung der leisen Töne. Nicht Provokation sei die Devise, sondern ein eher stilles Hinführen zu den Motiven, die der Seele Manfred Kleins entspringen und der, "je länger er in Merzig lebt, umso mehr auch im Merziger Land malt". Klein sei die Inkarnation des "homo saarpiens", des saarländischen Menschen, der an der Heimat festhalte. Musikalisch wurde die Vernissage durch Musikstücke des Saxophonensembles der Kreismusikschule untermalt. "Malerei bedeutet für mich die bildhafte Darstellung von Lebenseindrücken und eigener Weltanschauung", charakterisiert Klein selbst sein künstlerisches Schaffen. "Das Festhalten gefühlter Momente auf Leinwand ist für mich eine stete Herausforderung mit hohem Anspruch." Eigenes Erleben wird so für ihn durch Formen und Farben transparent, wobei der individuelle Ductus des Malers sich im Bild manifestiere. Der innere Drang zum Malen verwandelt einzigartige Momentaufnahmen des Lebens in ausdrucksstarke Bilder, die das Auge des Betrachters in ihren Bann ziehen und ihm dennoch Spielraum für eigene Interpretationen lassen. Er geht auf Spurensuche in der ganz speziellen Geschichte, die das Bild ihm erzählt. "Malerei bedeutet für mich aber auch", sagte Klein abschließend, "ein Eintauchen in die wunderbare Welt der geistigen Freiheit und Schönheit der Farben."