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Malerische Kunst und tolle Klänge

Malerische Kunst und tolle Klänge

Merzig. Schon an diesem Sonntag erklingt im Museum Schloss Fellenberg wieder ein Konzert aus der bunten, hochkarätig besetzten Reihe, die zur Ausstellung der Gemälde von Octavie de Lasalle von Louisenthal herrliche, akustische Kontraste und ungewöhnliche Klangfarben für Kulturliebhaber beimischt

 Französischen Jazz gibt es am 21. Dezember.
Französischen Jazz gibt es am 21. Dezember.
 Jazzmusiker Oliver Strauch.
Jazzmusiker Oliver Strauch.
 August-Wilhelm Scheer.
August-Wilhelm Scheer.

Merzig. Schon an diesem Sonntag erklingt im Museum Schloss Fellenberg wieder ein Konzert aus der bunten, hochkarätig besetzten Reihe, die zur Ausstellung der Gemälde von Octavie de Lasalle von Louisenthal herrliche, akustische Kontraste und ungewöhnliche Klangfarben für Kulturliebhaber beimischt. Im Fokus dieses Konzertes steht das etwa 50-minütige Werk "Quatuor pour la fin du temps" von Olivier Messiaen. Der Komponist wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Das zeitgenössische Werk wird von einem Ensemble aus Hochschuldozenten von der Musikhochschule Saarbrücken und der Universität Mainz interpretiert. Das 1941 in der Kriegsgefangenschaft Messiaens uraufgeführte Stück ist eines der Schlüsselwerke des Künstlers, der mit seiner Musik viele spätere Komponisten und Musiker beeinflusst hat. Farbige Träume"Während meiner Gefangenschaft löste der Nahrungsmangel bei mir farbige Träume aus", sagte Messiaen zur Entstehung. "Ich sah den Regenbogen des Engels und ein seltsames Kreisen von Farben." Mit dem Titel vom "Ende der Zeit" bezog sich Messiaen auf die Offenbarung des Johannes, in der der Untergang der Welt mit dem Beginn der Ewigkeit zusammenfällt. Messiaen lässt daher sein Werk mit dem Erwachen der Vögel beginnen und mit dem Aufsteigen des Menschen zum Paradies zur "Lobpreisung der Unsterblichkeit Jesu" enden. Das Konzert mit Tanja Becker-Bender (Violine), Eduard Brunner (Klarinette), Manuel Fischer-Dieskau (Cello) und Tatevik Mokatsian (Klavier) beginnt um 17 Uhr. Deutlich beschwingter geht es am kommenden Freitag, 12. Dezember, zu. Ab 19.30 Uhr spielt Oliver Strauchs Jazzcombo "Groovin' High", in der der bekannte Drummer den bekannten Unternehmer August-Wilhelm Scheer (Baritonsaxofon), Johannes Müller (Tenorsaxofon), Pierre-Alain Goualch (Klavier) und Gautier Laurent (Bass) musikalisch vereint. Auf dem Programm steht Modern Jazz, gepaart mit Funk Grooves und klassischen Jazzballaden. Eine ganz andere Facette des Jazz präsentiert zum vierten Adventssonntag, 21. Dezember, das Ensemble "Jazz à la Française" mit seinem Programm "Bach and Sons". Ab 16 Uhr werden die Künstler swingende Jazz-Bearbeitungen klassischer Werke spielen, wie man sie auch von Jacques Loussier und dessen Trio Play Bach kennt. Die klassische Besetzung mit Hemmi Donié (Klavier), Thomas Thiel (Bass) und Rolf Seel (Schlagzeug) bekommt durch den vierten Mann, Wolfgang Mertes, an der Violine eine neue Varianz im Klang, die sicher interessant sein wird. Um in das neue Jahr genussvoll einzutauchen, steht am Neujahrstag ein besonderer Leckerbissen an. Unter der Regie des Saarbrücker Hochschulprofessors Yaron Windmüller entsteht ab 17 Uhr eine spannende Form des Lieder-Abends. Das Projekt "4 &1", bestehend aus den vier Sängern Almut Hellwig (Sopran), Marion Wildegger (Mezzosopran), Alexander Yagudin (Tenor), Michael Marz (Bariton) und dem Pianisten Sebastian Voltz, nähert sich den Themen um Liebesleid und Liebesglück gesanglich und szenisch. In einem emotionsgeladenen Programm verschwimmen die Grenzen zwischen Liederabend und Musiktheater. Dabei sollen neue Sichtweisen auf sicher geglaubte Darstellungsformen entdeckt werden. Interpretiert werden Lieder von Schubert, Haydn, Brahms, Wolf, Schönberg und anderen Komponisten. Nach einer Pause geht es am Sonntag, 25. Januar, um 16 Uhr weiter mit dem Duo "Concerto Curioso" mit Peter Maas am Klavier und Ricardo Angel-Peters an der Klarinette und am Saxofon. Das Programm spiegelt eine bunte Vielfalt gespielter Musikstile wider. Die pfiffigen Improvisationen des Duos sollen neue klangliche Dimensionen erschließen, die auch dem Liebhaber klassischer Musik gefallen werden. Die Mischung aus Klassik, Klezm 'n' Soul, Jazz, Swing und Pop ergibt ein Feuerwerk der guten Laune mit Spielwitz und Humor. Zur Finissage der Gemälde-Ausstellung von Octavie de Lasalle von Louisenthal am Sonntag, 1. Februar, um 17 Uhr rückt ein Lebensereignis der Künstlerin in den Mittelpunkt. Die Malerin hatte in den 1840er Jahren mit dem Komponisten und Pianisten Frederic Chopin vierhändig Klavier gespielt. Zur Erinnerung bringen die Merziger Pianistin Verena Wilhelm und "Herr Chopin" diese Zeiten zurück.Karten unter Telefon (06861) 793030.www.museum-schloss-fellenberg.de