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Merzig
Lions spenden 5000 Euro aus Stollenverkauf

Viel Geld für gute Zwecke haben Mitglieder des Lions Clubs Merzig an wohltätige Einrichtungen übergeben. Bildmitte: Präsident Markus Kniesbeck.
Viel Geld für gute Zwecke haben Mitglieder des Lions Clubs Merzig an wohltätige Einrichtungen übergeben. Bildmitte: Präsident Markus Kniesbeck. FOTO: Erich Brücker
Merzig. Das Geld geht an: Caritas-Tagesförderstätte in Merchingen, Merziger Tafel, Sozialwerk Saar-Mosel, Kinderhilfe Saar sowie die Lebenshilfe.

Viel Geld für gute Zwecke hat der Lions Club Merzig dieser Tage getreu seiner eigenen Verpflichtung an wohltätige Einrichtungen in der Region vergeben. Ein freudiger Anlass also für Spender und Empfänger. Jeweils einen symbolischen Tausender konnte Vorsitzender Dr. Markus Kniesbeck im Kreise einiger Vereinsmitglieder der Caritas-Tagesförderstätte in Merchingen, der Merziger Tafel, dem Sozialwerk Saar-Mosel, der Kinderhilfe Saar sowie der Lebenshilfe Merzig zukommen lassen – 5000 Euro also insgesamt.


„Diese stattliche Summe ist der Erlös aus dem traditionellen Stollenverkauf, den die Löwen diesmal zum 25. Mal durchgeführt haben“, klärte der Vereinsvorsitzende unter viel Beifall der Mitglieder und der Geldempfänger auf. Der Stollen schmecke nicht nur sehr gut, er helfe auch vielen Menschen, die Hilfe und Zuwendung notwendig haben. Damit werde man dem Anspruch des Vereins, „We serve, wir dienen“, sehr gerecht. Dieser Weihnachtsstollenverkauf im Kaufland geht auf eine Initiative des früheren Hela-Gesellschafters Ernst Kohn zurück. Mit der über die Stadtgrenzen hinaus bestens bekannten Benefizaktion, die an zwei Samstagen im Advent erfolgte, haben die Lions von jeher regionale Projekte und Institutionen sowie Einrichtungen für Kinder und Erwachsene unterstützt.

Schon mehr als 200 000 Euro kamen auf diese Weise zusammen. So galt denn der Dank von Kniesbeck zunächst den vielen Menschen, die mit ihrem Kauf von Weihnachtsstollen die gute Sache unterstützt haben. Beim Backen und Verkaufen war auch die Großbäckerei Biebelhausener Mühle behilflich. Stellvertretend dankte er Doris Keipinger, der Leiterin dieser Verkaufsstelle im Kaufland. Aber auch Kaufland-Geschäftsführer Dirk Krichel sagte er Dank, dass der Verkauf in der engen Ladenpassage überhaupt durchgeführt werden könne.

Für die Merziger Tafel nahm deren Leiter Frank Paqué die Spende entgegen. „Unsere Arbeit, die etwa 55 000 Euro jährlich erfordert, ist nur mit Spenden machbar. Von daher sind wir für jede einzelne äußerst dankbar“, sagte Paqué. Etwa 270 Haushalte mit insgesamt 160 Kindern kommen zur Merziger Tafel. 65 ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten hier, hätten im Vorjahr rund 14 000 Stunden abgeleistet. Über neue Mitarbeiter würde er sich sehr freuen.

In der Caritas-Tagesförderstätte Merchingen werden 22 geistig behinderte Erwachsene betreut, klärten die Leiterin Jessica Schwindling und die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Tina Hissler, auf. Diese Menschen können nicht, nicht mehr oder noch nicht in einer beschützenden Werkstatt für Behinderte arbeiten. Mit dem Geld werde man weiterhin das Projekt Therapiehunde anbieten können.



Die Kinderhilfe Saar, gegründet 1999 von Margarita von Boch, so der ärztliche Berater Dr. Dietmar Krämer, finanziert mit dem Spendengeld den Einsatz von Klinikclowns in der Krankenhausabteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dabei erlernen Kinder das Jonglieren oder Einradfahren, haben Erfolgserlebnisse. „Wir helfen Kindern, die in sozialer, psychologischer und medizinischer Hinsicht auf Hilfe angewiesen sind, auch dort, wo es keine Kostenträger gibt. Hierzu gehören neben Erholungsurlaub auf dem Bauernhof auch Kinderfreizeiten“, sagte Krämer.

Für das Sozialwerk Saar-Mosel nahm Geschäftsführer Harald Beyer die Spende entgegen. „Unser Zirkuswagen im Waldkindergarten Besseringen bietet bei schlechtem Wetter Unterschlupf für die Kinder. Ansonsten gibt es kein festes Gebäude. Dieser bedarf einer dringenden Renovierung, da kommt die finanzielle Hilfe gerade recht“, sagte Beyer. Die Lebenshilfe Merzig verwendet die Spende für ihre integrative Tagesstätte Schneckenhaus, in der nicht behinderte und behinderte Kinder von ein bis sechs Jahren gemeinsam betreut werden.