Leserbrief zum Thema Bahnhöfe

Von Schmierern und Spuckern

"Bahnhöfe sind kaum barrierefrei", SZ vom 14. September

Dieser Bericht beschreibt genau die Situation, in der Rollstuhlfahrer und -fahrerinnen sich befinden, wenn sie auf hohe Treppen und steile Aufgänge in Bahnhöfen stoßen. Genau so ein Problem ist es für ältere Reisende, wenn sie die zahlreichen Stufen mit einem Koffer bewältigen müssen. Umso erfreulicher ist es, dass der Hauptbahnhof in Merzig barrierefrei umgebaut wird. Die jetzige "Notlösung" ist zwar ganz gut - für Menschen, die Höhenangst haben aber kaum zu bewältigen. Wie hilfreich ist es da, dass man in Merzig Mitte auch ohne Hindernisse einsteigen kann.

Das Foto mit Frau Klemm am Aufgang zum Bahnsteig erinnert mich stark an den Besseringer Bahnhof (er könnte es sein?). Ich gehe oft daran vorbei und ärgere mich immer wieder über die Schmierereien an den Wänden. Wie oft wurde das schon überstrichen oder aufwendig renoviert - und immer wieder gibt es Schmierfinken (oder soll ich vornehmer "Graffitikünstler " sagen), die alle Arbeit wieder zunichte machen. Auch der Schmutz, der gedankenlos dort hinterlassen wird, ist einfach unmöglich. Der Papierkorb, der sich in der Unterführung befindet, wird oft als Abladeplatz für Hausmüll missbraucht und quillt dann über. Auch auf dem Bahnsteig wird sehr viel Unfug getrieben, z. B. wird der Schlitz des Fahrkartenautomaten mit Kleber oder Kaugummi zugeklebt. Es wird auf von jungen Leuten den Boden gespuckt (oft schon beobachtet), einfach Ekel erregend - wobei ich natürlich nicht alle jungen Menschen über einen Kamm scheren will! Aber bei einigen gibt es wohl starke Defizite im Elternhaus - schade, denn wir wurden anders erzogen und zwar mit Respekt vor dem Eigentum der Mitmenschen (hier der DB und der Allgemeinheit).

Gisela Pfeilstücker, Besseringen