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Leserbrief
Eine Frage der Sprachkompetenz

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Sagt mal: Habt ihr sie nicht mehr alle? Eine simple „Absichtserklärung“ echt- oder pseudoenglisch als „Letter of intent“ zu (verun)klären? Damit wohl niemand, wohl auch niemand aus der Riege der Stadtratsmitglieder – geschweige denn der „dummen Bürger“ – verstehe, was eigentlich beabsichtigt ist? Und was sagt die Presse dazu? Sie übernimmt so einen auslandssprachlichen Stuss, ohne lauthals zu protestieren. It’s a shame. Wir haben im Saarland (angeblich noch) eine Initiative, die Sprache des Nachbarn Frankreich zu fördern. Mag sein, dass es AKK mit dieser Zweisprachigkeit des Saarlandes persönlich ernst gemeint hatte. Aber seit sie nach Berlin abgetaucht ist und ihr Saarland in dem Chaos, das sie an vielen Stellen mit verursacht hat, tränenlos verlassen hat, funktioniert nicht einmal mehr das. Französisch ist bei uns absolutes Auslaufmodell geworden. Müssen deswegen aber jetzt unsere Parlamentarier im Kreis in Crash-Kursen mühselig ihr Basic-English (auf Volkshochschulen oder bei der CEB Hilbringen) aufmotzen, um bei Rats-Entscheidungen künftig sprachkompetent vorgelegte Schreiben lesen und ihre Meinungen einbringen zu können?


Und: Hat unsere Landrätin der ehemaligen Ministerpräsidentin AKK von diesem abrupten Sprachkurswechsel im Saarland beziehungsweise im Kreis Merzig-Wadern gefälligst Mitteilung erstattet? Zum Beispiel in einer „Lettre de condoléances“?

Gérard Carau, Beckingen