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Leiter der Polizei-Inspektion Merzig wird in den Ruhestand verabschiedet

Merzig : „Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt“

Zum Jahreswechsel verlässt Kriminalrat Rainer Gitzinger, Leiter der Polizeiinspektion Merzig, seinen Posten und geht in Ruhestand.

Seine letzte Schicht hat derLeiter der Polizeiinspektion (PI) Merzig, Kriminalrat Rainer Gitzinger, gestern schon hinter sich gebracht. Heute nun wird ihm in seiner Heimatgemeinde Freudenburg bei der offiziellen Verabschiedung Polizeipräsident Norbert Rupp die Entlassungsurkunde überreichen. Offiziell scheidet Gitzinger, der seit 2016 die PI Merzig leitete, wo er zuvor drei Jahre stellvertretender Inspektionsleiter war, am 31. Dezember aus. Bis dahin hat er aber Urlaub.

Nach Abitur und Bundeswehr trat Rainer Gitzinger 1982 in die Dienste der saarländischen Polizei ein. Erste Station war der Wach- und Streifendienst beim Polizeirevier in Saarlouis. Noch im selben Jahr erfolgte jedoch die Übernahme zur Kriminalpolizei. Von 1986 bis 1988 war er beim Kriminaldauerdienst in Saarbrücken im Einsatz, 1988 bis 1990 an der Fachhochschule im Fachbereich Polizei tätig. Drei weitere Jahre folgten beim Kriminalkommissariat Saarlouis, bevor er 1993 bei der Polizeiinspektion Dillingen stellvertretender Leiter des Kriminaldienstes wurde. 2001 übernahm er beim Kriminalkommissariat Saarlouis die Leitung des Fachgebietes 11, die Bearbeitung von Todesermittlungen, Tötungs- und Sexualdelikten. 2009 wurde er Leiter des Kriminaldienstes Saarlouis. 2013 wechselte er zur Polizeiinspektion Merzig, wo er von 2013 bis 2016 stellvertretender Inspektionsleiter war.

Wenn Rainer Gitzinger heute verabschiedet wird, geht er mit einem lachenden und weinenden Auge in den Ruhestand, wie er bekundet. Er sei gerne Polizist gewesen und habe sich bei jeder einzelnen seiner beruflichen Stationen voll eingebracht. „Jede Arbeit ist wertvoll,  wichtig und interessant, wenn man sie ernst nimmt mit und vollem Einsatz angeht“ betont Gitzinger, für den sein Beruf stets Berufung war.

„Jetzt beginnt aber ein neuer Lebensabschnitt.“ Und auf diesen freut sich Rainer Gitzinger, denn schließlich gibt es auch ein Leben nach der Arbeit. Zukünftig will er sich verstärkt um seine Familie und seine Hobbys – Reisen, Tennis. Radfahren und Wandern – kümmern. Nachdem er in der Vergangenheit Süd- und Mittelamerika wiederholt näher kennenlernen konnte,  – zwei seiner drei Töchter sind Zwillinge,  stammen aus Bolivien und wurden von Rainer Gitzinger und seiner Frau bereits in jungen Jahren adoptiert –, startet er mit einer Reise nach Mallorca ins neue Jahr. Überhaupt wurde bei Rainer Gitzinger die Familie immer groß geschrieben. Dementsprechend hatte er auch alle wichtigen Entscheidungen seines Berufslebens darauf abgestimmt.

Auch wenn ihm der Abschied jetzt ein wenig schwer fällt, freut er sich auf die neue Freiheit – sehr wohl eine Herausforderung, aber bei seinen vielfältigen Interessen und zahlreichen Kontakten ist ihm vor der Zukunft nicht bange. Ganz im Gegenteil: Er hat noch viele Ideen und will den neuen Freiraum dazu nutzen, sie auch zu verwirklichen.