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Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich zu Lockerungen der Corona-Regelungen

Merzig-Wadern : „Hatte mehr Lockerungen erhofft“

Landrätin bezieht Stellung zu Bund-Länder-Beschlüssen wegen Corona.

Die am Mittwoch zwischen Bund und Ländern vereinbarten Lockerungen der Kontakt- und Aufenthaltseinschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stoßen bei Daniela Schlegel-Friedrich, der Landrätin des Kreises Merzig-Wadern, auf ein eher verhaltenes Echo „Ich bin etwas enttäuscht. Ich hatte mir aufgrund der zurzeit entspannteren Lage und der guten Vorsorge in den Krankenhäusern etwas mehr Lockerungen erhofft“, erklärte die Landrätin auf SZ-Anfrage. Vor allem für Kinder und Jugendliche und auch die Begegnungsmöglichkeiten innerhalb der Familien hätte sie sich Erleichterungen bei den Kontaktbeschränkungen gewünscht. „Ich akzeptiere aber und vertraue auch darauf, dass die Ministerpräsidenten aufgrund von intensiven Beratungen mit Experten anders entschieden haben“, gesteht Schlegel-Friedrich ein. Die Beschränkungen würden jetzt sehr vorsichtig gelockert, „und wir haben damit die Möglichkeit, die Entwicklung besser zu kontrollieren und die dauerhaft notwendigen Hygiene- und Abstandsgebote noch besser einzuüben“. Am 4. Mai werde es dann hoffentlich mit den Lockerungen weitergehen können. „Wir werden mit unserer Expertise und unseren Ressourcen weiter an der Erreichung dieses Ziels arbeiten“, betont die Landrätin.

Was die vorgesehene Wiedereröffnung der Schulen anbetrifft, könne sie zur konkreten Umsetzung des Vorhabens noch wenig sagen. Denn am Donnerstagnachmittag gebe es zu diesem Thema erst eine Telefonkonferenz mit der Bildungsministerin, teilte Schlegel-Friedrich weiter mit. Abschließend betonte die Landrätin: „Das Gesundheitsamt wird weiter mit Hochdruck an den Kontaktketten arbeiten.“

Am Donnerstag wurde im Landkreis Merzig-Wadern kein einziger neuer Fall einer Corona-Infektion registriert – zum ersten Mal seit dem 8. März wieder, wie das Gesundheitsamt auf SZ-Anfrage mitteilte. Die Gesamtzahl an Corona-Infizierten blieb damit unverändert bei 175, ebenso wie die Zahl der Geheilten bei 64 verharrte.