Landkreis Merzig-Wadern richtet mit Landkreis Saarlouis Fachberatung ein

Landkreis Merzig-Wadern : Landkreise arbeiten bei Fachberatung für Kitas zusammen

Der Landkreis Merzig-Wadern richtet zusammen mit dem Landkreis Saarlouis eine gemeinsame Fachberatung für kommunale Kindertageseinrichtung ein. Das hat der Kreistag einstimmig in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Wie Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich erläuterte, stammt diese Idee noch aus der letzten Legislaturperiode.

Der Bedarf einer Fachberatung für kommunale Kindertageseinrichtungen im Landkreis wurde seitens der Fachabteilung Ende 2017 eruiert. Bislang kauften Kindertageseinrichtungen in öffentlicher Trägerschaft oftmals Fachberatungen als Dienstleistungen ein. Das soll sich ändern, denn „aus Sicht der öffentlichen Träger von Kindertageseinrichtungen und des Kreisjugendamts ist es zielführend, künftig eine gemeinsame Fachberatung im Landkreis einzurichten“.

Aus diesem Grund stimmte der Kreistag bereits vor rund einem Jahr, in seiner Sitzung am 24. September 2018, der Einrichtung einer gemeinsamen Fachberatungsstelle mit dem Landkreis Saarlouis in Trägerschaft der Kinderland gGmbH zu. Zwischenzeitlich wurden die Verträge ausgehandelt und liegen nun vor.

Start der Stelle soll Januar des kommenden Jahres sein. Begonnen werde zunächst mit einer Personalisierung in Vollzeit für beide Landkreise zwecks Vorarbeit und Sondierungen, um das Arbeitsfeld näher zu entwickeln, die Arbeitsstunden zu regulieren. Danach soll die konkrete Umsetzung erfolgen. Langfristig wird die Personalisierung mit zwei Personen sowie eine Stundenaufstockung für den Landkreis Merzig-Wadern angestrebt. Zu Beginn sollen sich – vorbehaltlich deren Gremienbeschlüssen – die Kommunen Losheim am See, Merzig und Mettlach mit ihren 13 kommunalen Kindertageseinrichtungen beteiligen, der Landkreis Saarlouis beginnt zunächst mit neun Einrichtungen.

Die Kosten der Fachberatungen gehören zu den Personalkosten einer Kindertageseinrichtung. Als angemessen gelten für die Fachberatung 0,5 Prozent der Personalkosten einer Einrichtung. Von diesem Anteil trägt das Land seinen gesetzlich festgelegten Beitrag von 33 Prozent bis zum 31. Juli 2020, danach steigt der Anteil ab 1. August 2020 auf 37 Prozent. Der Landkreisanteil liegt bei 36 Prozent.

Sollten sich alle kreisangehörigen Kommunen beteiligen, werden sich nach der Beschlussvorlage die Kosten decken. Zu finanzieren seien dann lediglich die Reisekosten. Bislang kauft die Stadt Wadern ihre Fachberatung jedoch seit Jahren ein und wird sich vorerst nicht an der gemeinsamen Fachberatungsstelle beteiligen. Aufgrund dessen sei davon auszugehen, dass der Landkreis neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Anteil noch zusätzlich 7000 Euro pro Jahr zuzüglich Reisekosten tragen muss. Durch die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den beiden Landkreisen sollen Kosten gespart werden.

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