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Merzig
Landkreis ist erste jugendgerechte Kommune des Saarlandes

In Berlin übergaben Caren Marks (links) und Professor Karin Böllert (rechts) die Urkunde an Klaus Neusius und Jenny Lauer.
In Berlin übergaben Caren Marks (links) und Professor Karin Böllert (rechts) die Urkunde an Klaus Neusius und Jenny Lauer. FOTO: Andi Weiland
Merzig-Wadern. Der Landkreis Merzig-Wadern ist eine jugendgerechte Kommune. Er ist demnach die erste jugendgerechte Kommune des Saarlandes. Jetzt nahmen als Vertreter des Jugendamtes Klaus Neusius und Jenny Lauer die Urkunde in Berlin auf der Konferenz „Politik für, mit und von Jugend“ entgegen.

Empfangen wurden sie von der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, Caren Marks. Gemeinsam mit Karin Böllert, der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), dankte Marks allen Beteiligten für ihr Engagement.


In dem bundesweiten Prozess „Jugendgerechte Kommune“ haben die Referenzkommunen aus ganz Deutschland unterschiedliche Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit erprobt. Der Lernprozess, an dem Jugendliche und Erwachsene gleichberechtigt teilnahmen, ermöglichte den Austausch der Kommunen untereinander und mit externen Experten. Im Landkreis war das Jugendamt für diesen Prozess verantwortlich. Im vergangenen Sommer hatten dessen Mitarbeiter in sieben sogenannten Zukunftswerkstätten viele Aspekte mit Jugendlichen und Vertretern der kommunalen Politik besprochen und Lösungsansätze ausgearbeitet. Insgesamt waren bei den sieben Treffen 66 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen neun und 28 Jahren, die Bürgermeister sowie die Jugendpfleger  beteiligt.

„Es hat uns sehr gefreut, dass sich motivierte Jugendliche im Rahmen der Zukunftswerkstätten kreisweit eingebracht haben“, erklärt Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich in einer Pressemitteilung unmittelbar nach der Auszeichnung in Berlin. „Wir konnten so viele Punkte mit den Verantwortlichen ansprechen und teilweise schon angehen. Es ist uns wichtig, mit solchen Projekten die Jugendlichen eigenverantwortlich einzubeziehen und den Kreis dadurch auf lange Sicht zu einem für die jungen Leute lebenswerten Ort zu machen“, ergänzt die Landrätin.



Die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ legt nun die Publikation „16 Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit – Gelingensbedingungen für Jugendgerechte Kommunen“ vor, welche die zentralen Erkenntnisse aus dem Prozess aufbereitet und so eine umfassende Grundlage für an Jugendgerechtigkeit interessierte kommunale Akteure bietet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse der Rollen, die Jugendliche, Fachkräfte der Jugendarbeit, Verwaltungsmitarbeiter sowie Politiker in diesen Prozessen einnehmen können.

Die Publikation ist zum Download verfügbar sowie auf Anfrage in gedruckter Form per Mail an: koordinierungsstelle@jugendgerecht.de.