Landesbetrieb stellt geplanten Ablauf des Kreisel-Umbaus in Merzig vor

Kostenpflichtiger Inhalt: So soll die Baustelle in Merzig ablaufen : Arbeiten unter Vollsperrung von Mitte April bis Ende September

In der Stadtratssitzung am Montagabend haben Torsten Ebel (Leiter Fachbereich Straßenplanung) und Wolfgang Sauer (Bauabteilung) vom Landesbetrieb für Straßenbau Details zum angestrebten Umbau des Kaufland-Kreisels in eine Ampelkreuzung vorgestellt.

Ebel hielt fest, dass das Planfeststellungsverfahren entsprechend den gesetzlichen Vorgaben abgeschlossen worden sei und der Landesbetrieb damit Baurecht erlangt habe.

Nach den Worten von Wolfgang Sauer ist das Projekt in drei Bauabschnitte unterteilt, von denen die beiden ersten zeitgleich miteinander und der dritte erst im kommenden Jahr erledigt werden sollen. Der erste Bauabschnitt umfasst den Ausbau der vier Anschluss-Stellen zur Autobahn A 8 auf der Hilbringer Brücke. Hier soll es unter anderem auch eine Ampelregelung zur Steuerung des von der Autobahn auf die Brücke abfließenden Verkehrs geben. Zunächst wird dabei laut Wolfgang Sauer die Ausfahrt Merzig in Fahrtrichtung Luxemburg umgebaut, anschließend die Auffahrt in gleicher Fahrtrichtung. Es schließen sich die Aus- und Auffahrt in Fahrtrichtung Saarbrücken an. Die betroffenen Aus- und Auffahrten werden während der Arbeiten zeitweilig gesperrt. Die Arbeiten hierzu laufen am 14. April an und sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Parallel hierzu erfolgen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt, der den eigentlichen Umbau des Kreisels in eine Ampelkreuzung darstellt. Auch diese Arbeiten sollen am 14. April beginnen, werden sich aber bis in den September hinein erstrecken. Während der gesamten Bauphase wird der Bereich des Kreisels voll gesperrt sein, es wird innerörtliche Umleitungen für den Verkehr in Richtung Hilbringen sowie den Verkehr, der von der Autobahn her kommt und in Richtung Merziger Innenstadt, Brotdorf oder Losheim möchte, geben. Für Radfahrer und Fußgänger soll der Zugang zur Rieff­straße sowie zum Bahnhof weiterhin möglich sein, betonte Sauer auf Nachfrage. Eine Alternative zur fünfmonatigen Vollsperrung wäre nach Darstellung von Sauer ein Arbeiten unter wechselnden Teilsperrungen im Kreiselbereich gewesen, was aber nach Sauers Worten die Bauzeit auf über ein Jahr verlängert hätte. Weil dann auch über die Winterzeit mit allen witterungsbedingten Unwägbarkeiten hätte gebaut werden müssen, habe der Landesbetrieb dies als die schlechtere Lösung angesehen.

Den Abschluss der Umgestaltung und den dritten Bauabschnitt bildet die notwendige Tieferlegung der Fahrbahn an der Eisenbahn-Überführung nahe der Sparkasse. Diese wird von der Deutschen Bahn neu gebaut, was schon seit Jahren in der Planung ist. Erst wenn dieser Neubau abgeschlossen ist, werde der LfS die Tieferlegung der Straße in diesem Bereich angehen. Das ist nach Angaben von Sauer für Anfang Oktober 2021 vorgesehen. Diese Arbeiten sollen bis Dezember 2021 abgeschlossen werden.