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Lafontaine zieht nicht in den Silwinger Ortsrat ein

Oskar Lafontaine, Linkspartei Foto: Karlheinz Schindler/dpa
Oskar Lafontaine, Linkspartei Foto: Karlheinz Schindler/dpa FOTO: Karlheinz Schindler/dpa
Silwingen. Die vier Plätze im Rat von Silwingen sind wieder besetzt. Lafontaine gehört nicht zu den Nachrückern. Christian Beckinger

Es wird nun doch nichts mit dem möglichen Ortsratssitz für Linken-Star Oskar Lafontaine in seinem Wohnort Silwingen: Durch den kolletkiven Rücktritt von vier Ortsratsmitgliedern, darunter der Ortsvorsteher Georg Axt und sein Stellvertreter Markus Ory, war es denkbar gewesen, dass in dem Ort auch Oskar Lafontaine in den Ortsrat einzieht (die SZ berichtete).



Denn in Silwingen hatte es bei der letzten Kommunalwahl 2014 eine offene Kandidatenliste gegeben, auf die jeder Einwohner des Ortes eingetragen und gewählt werden konnte. Lafontaine hatte seinerzeit acht Stimmen erhalten und war damit auf Rang 20 der Wahlliste gelandet. Um die vier vakanten Plätze im Ortsrat aufzufüllen, hatte die Stadt Merzig all jene Kandidaten auf der Wahlliste angeschrieben, die im jüngsten Ortsrat nicht vertreten waren, bei der Kommunalwahl aber auf einem vorderen Platz gelandet waren. Damit auch der Fraktionschef der Linkspartei im Saar-Landtag ein solches Anschreiben erhalten hätte, hätten sechs der vor ihm platzierten Kandidaten den Einzug in den in den Ortsrat ablehnen müssen. Dies ist aber nicht geschehen, wie die Stadt Merzig jetzt mitteilte. Sie hatte in den vergangenen Wochen die Kandidaten auf den Listenplätzen 11 bis 14 angeschrieben und ihnen die Berufung in den Ortsrat kund getan. Da einer aus diesem Quartett den Sitz ablehnte, folgte ein weiteres Anschreiben an den Silwinger auf Listenplatz 15. Dieser nahm die Berufung an, so dass die vier Plätze im Ortsrat wieder besetzt sind.

Neu in den Ortsrat einziehen werden nach Auskunft der Stadt Günter Dickmann, Andreas Schumacher, Martina Neuisus-Augustin und Martin Kerber. "Wir werden nun zeitnah einen Termin festlegen, zu dem diese vier neuen Mitglieder verpflichtet werden und bei dem der Ortsrat einen neuen Ortsvorsteher oder Orsvorsteherin sowie eine Stellvertretung wählt", erklärte der Sprecher der Stadt Merzig, Thomas Klein, auf Nachfrage der SZ.

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