Kunst in der Psychatrie - Symposium in Merzig

Symposium : Symposium in Merzig dreht sich um Kunst in der Psychiatrie

„Kunst, Kultur und Psychiatrie“ lautet das Thema des 92. Saar-Lor-Lux-Symposiums am Mittwoch, 10. April. Beginn ist an diesem Tag um 13 Uhr in der Stadthalle Merzig. Veranstalter sind das SHG-Klinikum Merzig und das Gustav-Regler-Zentrum.

Das Symposium steht unter der Schirmherrschaft von Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

Zu Beginn des Symposiums wird eine Ausstellung mit historischen und aktuellen Werken aus dem Klinikum und aus der Sammlung Prinzhorn, Heidelberg, eröffnet. „Künstlerisches und kreatives Arbeiten ist für unsere Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinkum Merzig ein wichtiger Aspekt, um Menschen in und aus psychischen Krisen zu helfen“, erklärt Dr. Martin Kaiser, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Merzig.

„Auch wenn sie im Rahmen eines initial therapeutisch gedachten Prozesses entstanden sind, so haben doch die gezeigten Arbeiten einen eigenständigen künstlerisch-ästhetischen Wert, der es uns erlaubt, sie im Rahmen dieser Ausstellung zu präsentieren“, erläutert Kaiser die Entstehung dieser Kunstwerke. Er erklärt: „Das Ringen um den Ausdruck, das Erschaffen von Werken in einem seelischen Spannungsfeld, das Angebot eines individuellen Assoziationsraumes für den Betrachter, ist womöglich ein Aspekt, der nicht nur den hier gezeigten im psychiatrischen Rahmen entstandenen Arbeiten, sondern jedem gültigen Kunstwerk eigen ist.“

Den Tagungsvorsitz hat Dr. Ulrich Seidl vom Sonnenberg-Klinikum in Saarbrücken. Nach mehreren Grußworten, der Vernissage und einer Einführung startet das Vortragsprogramm. Thomas Röske von der Univerität Heidelberg, Leiter der Sammlung Prinzhorn, referiert über „Historische künstlerische Werke aus der Merziger Klinik und ihr Kontext“. Professor Wolfgang Werner, letzter Ärztlicher Direktor des ehemaligen Landeskrankenhaus Merzig, spricht über „Kunst, Kultur und Ortswechsel als Zugänge zur Psychiatrie“. Dr. Martin Kaiser, Chefarzt der Klinik und Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, SHG-Klinikum Merzig, hält einen Vortrag zum Thema „Künstlerisch-kreatives Arbeiten als psychosomatische Resssourcenschöpfung“. Gegen 17.30 Uhr endet das Vortragsprogramm.