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Kreisstadt Merzig plant im Jahr 2021 zahlreiche Maßnahmen

Städtische Maßnahmen : In Merzig soll sich 2021 einiges tun

Trotz Corona-Pandemie und schwieriger Haushaltslage sollen in diesem Jahr in der Kreisstadt viele Vorhaben umgesetzt werden.

Die Kreisstadt Merzig strebt laut eigener Auskunft „auch im Jahr 2021 an, die Stadt weiter voranzubringen“ und hat sich dafür verschiedene Ziele in unterschiedlichen Bereichen gesetzt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wird einer der Schwerpunkte weiterhin in der Pandemiebekämpfung liegen, um die Sicherheit und Gesundheit der Bürger auch in diesem Jahr bestmöglich zu schützen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Bürgermeister Marcus Hoffeld: „Ich bin mir sicher, dass wir diese große Herausforderung gemeinsam meistern werden, wenn wir weiterhin zusammenhalten und uns so verantwortungsvoll verhalten, wie uns dies in den letzten Monaten vorbildlich gelungen ist.“

Der größte Schwerpunkt der weiteren Aktivitäten liegt nach Hoffelds Darstellung im Jahr 2021 im Bildungs- und Betreuungsbereich. So werden der Neubau der Kita Schneckenhaus sowie die Sanierung und Erweiterung der benachbarten Kita St. Josef in der Kernstadt weiter Gestalt annehmen. Außerdem sollen im Frühjahr die Arbeiten zur Errichtung einer neuen zweigruppigen Kita im Fellenbergstift beginnen, um den hohen Bedarf an Plätzen in Tagesstätten zu decken. „Das Ziel ist dabei, dass diese Einrichtung im Sommer öffnen kann“, heißt es aus dem Rathaus. Ein wichtiges Projekt werde auch im Umbau der Grundschule Bietzerberg zur Freiwilligen Ganztagsschule liegen. Die Schule soll nach den Umbaumaßnahmen als Dependance der Merziger Kreuzbergschule genutzt werden. Darüber hinaus plane die Kreisstadt mittelfristig den Aufbau einer Gebundenen Ganztagsschule im Stadtgebiet. Das vergangene Jahr habe die Wichtigkeit digitaler Lernmöglichkeiten deutlich gemacht. Auch aus diesem Grund will die Stadt die Digitalisierung der Grundschulen weiter vorantreiben.

Darüber hinaus möchte die Stadtverwaltung im baulichen und infrastrukturellen Sektor Akzente setzen. „Herausragend aus städtebaulicher Sicht und ein Quantensprung für die Weiterentwicklung der Merziger Innenstadt ist die Umgestaltung des Markthallengeländes“, betont Hoffeld. Nach intensiven Anstrengungen sei es nach vielen Jahren gelungen, eine attraktive Neugestaltung dieses zentralen Bereichs mitten im Herzen der Innenstadt auf den Weg zu bringen. Eine Investoren-Gesellschaft plant nach Abriss der Markthalle den Bau eines neuen, modernen, mehrstöckigen Wohn-, Büro- und Geschäftskomplexes. „Dieses Projekt wird das Erscheinungsbild in unmittelbarer Nähe zum Rathaus nachdrücklich positiv verändern und erheblich aufwerten“, findet Hoffeld.

Ebenso stehen nach Worten des Bürgermeisters die planerischen Vorbereitungen zur Neugestaltung des Gustav-Regler-Platzes bevor. Um die Attraktivität der Merziger Innenstadt weiter zu steigern, werde die Stadt in einem Bürgerbeteiligungsprozess eine Gestaltungssatzung erarbeiten. In der Fußgängerzone sollen weitere Sitzmöglichkeiten die Aufenthaltsqualität weiter erhöhen. Zudem werden sich nach Darstellung der Stadt in diesem Jahr die ersten Firmen im neuen Gewerbegebiet auf der Haardt ansiedeln. Ein Kernpunkt im Jahr 2021 werde außerdem in der Neugestaltung der Ortsmitte des Stadtteils Besseringen liegen. Im Sport- und Freizeitpark sieht die Stadtverwaltung vor, den Eingangsbereich neu zu gestalten und dabei unter anderem die Zufahrt zum Zeltpalast zu verbessern.

Für Bietzen, Harlingen und Menningen, die drei Stadtteile auf dem Bietzerberg, wird die Stadt in den kommenden Monaten nach eigenem Bekunden ein integriertes Dorfentwicklungskonzept entwerfen, außerdem beginnen die konkreten Planungen für ein weiteres Neubaugebiet in Brotdorf.

„Trotz einer angespannten Haushaltssituation, die die Kreisstadt Merzig vor große Herausforderungen stellt, sind in allen Stadtteilen Maßnahmen geplant, die zu deren Stärkung beitragen“, heißt es weiter in der Erklärung.

Eine wichtige Funktion in Merzig nehme auch die Freiwillige Feuerwehr ein. Daher möchte die Stadt auch 2021 im Rahmen der Haushaltsplanerstellung der Feuerwehr den gebotenen Stellenwert einräumen und unter anderem zwei Mannschaftswagen, einen Kommandowagen und ein Kleinlöschfahrzeug beschaffen.

Damit die verkehrliche Situation sich vom Gipsberg beziehungsweise aus Brotdorf kommend Richtung Innenstadt verbessert, wird die Kreisstadt laut eigener Verlautbarung in Gesprächen mit dem Landesbetrieb für Straßenbau darauf drängen, dass die weiteren Knotenpunkte in der Innenstadt zeitnah optimiert werden. Außerdem beabsichtigt die Stadtverwaltung, im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens im kommenden Jahr gemeinsam mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein gesamtstädtisches Radverkehrskonzept zu erstellen. Die vorbereitenden Maßnahmen hierfür seien bereits angelaufen.

Perspektivisch soll es Veränderungen beim städtischen Baubetriebshof geben. Seit vielen Jahren schon seien die Gebäude in einem äußerst schlechten Zustand, auch städtebaulich wirke dieser Bereich derzeit wenig attraktiv, heißt es in der Erklärung der Verwaltung. Die Kreisstadt plane daher in den kommenden Monaten einen Neubau des Baubetriebshofes, „auch um die internen Abläufe und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern“.

Nachdem im vergangenen Jahr im Blättelbornstadion die Kunstrasenfläche und die Tartanbahn erneuert wurde, ist nun nach Auskunft aus dem Rathaus eine neue Flutlichtanlage für das Stadion geplant. Die Fortführung der Planungen zum Teilneubau des Umkleidegebäudes sei ebenfalls vorgesehen.

Auch die notwendige Sanierung des Clubhauses am Sportplatz Besseringen will die Stadtverwaltung abschließend planen und anschließend umsetzen.

Abschließend heißt es: „Ob und wann im Jahr 2021 die beliebten städtischen Veranstaltungen, Konzerte und Feste stattfinden können, lässt sich noch nicht sagen. Sollten es die Infektionszahlen aber zulassen, ist die Kreisstadt Merzig vorbereitet, um kurzfristig möglichst viele der tollen Veranstaltungen durchzuführen.“