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Kreis Merzig-Wadern will Grundschulen bei IT-Ausstattung unterstützen

Kostenpflichtiger Inhalt: Kreistagsbeschluss : Landkreis Merzig-Wadern übernimmt Betreuung der IT-Netzwerke für Grundschulen

Der Landkreis Merzig-Wadern wird mit seinem Amt für Informationstechnik die Grundschulen in fünf der sieben Kreis-Kommunen dabei unterstützen, ihre EDV-Ausstattung im Zuge der Umsetzung des Digitalpaktes auf einen zeitgemäßen technischen Standard zu bringen.

Der Kreistag des Landkreises billigte in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig den Abschluss einer entsprechenden öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen dem Landkreis und den beteiligten Kommunen. Nicht mit im Boot sind die Kreisstadt Merzig und die Gemeinde Losheim am See, sie wollen die Umsetzung des Digitalpaktes (siehe Infokasten) in eigener Regie realisieren.

Die Vereinbarung zwischen dem Landkreis und den übrigen fünf Kommunen (Beckingen, Mettlach, Perl, Wadern, Weiskirchen) sieht vor, dass der Kreis sich um den Auf- respektive Ausbau einer Netzwerkinfrastruktur und einen flächendeckenden WLAN-Ausbau an den jeweiligen Grundschul-Standorten kümmert.

Außerdem obliegt der Fachabteilung des Kreises die Planung eines pädagogischen Schulnetzwerks, die Beschaffung einheitlicher Hardware-Komponenten (Geräte-Ausstattung) und die laufende technische Unterstützung der Schulen bei auftretenden Problemen oder Störungen. Auch Sicherheitslösungen zum Schutz gegen jugendgefährdende Inhalte sind Gegenstand der Zusammenarbeit.

Die Kreisverwaltung verwies in ihrer Sitzungsvorlage darauf, dass das Amt für Informationstechnik bereits seit 2010 die Schulen in Trägerschaft des Landkreises (alle weiterführenden Schulen) betreut. 2012 habe der Landkreis einen Netzwerkadministrator eigens für diese Aufgabe eingestellt. „Seitdem wird an den Schulen unter der Trägerschaft des Landkreises die Modernisierung der EDV-Infrastruktur vorangetrieben“, heißt es von der Kreisverwaltung.

Mittlerweile könne die IT-Abteilung des Kreises auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, den sie nun auch den Kommunen und den Schulen in deren Verantwortung zur Verfügung stellen wolle. „Der Digitalpakt bietet eine gute Gelegenheit, auf den Erfahrungsschatz zurückzugreifen, damit die in Aussicht gestellten finanziellen Mittel nachhaltig und sinnvoll investiert werden.“

Insbesondere im Sinne einheitlicher Standards erscheine dies sinnvoll, wie die positiven Erfahrungen an den Kreisschulen gezeigt hätten: „So wurden unter anderem Netzwerk-Schränke aufgebaut, Netzwerk-Strukturen angepasst, ein pädagogisches Leitsystem angeschafft und Hardware-Komponenten ausgetauscht.“ Auch gebe es eine flächendeckende WLAN-Infrastruktur an den Schul-Standorten.

Bis 2022 sollten alle Schulen des Kreises hinsichtlich einer definierten Basisausstattung auf einen einheitlichen Stand gebracht werden.

Für die neuen Aufgaben an den insgesamt 13 beteiligten Grundschulen mit rund 1800 Schülern will der Kreis laut eigenen Angaben einen zusätzlicher Netzwerkadministrator einstellen. Die Kosten für diese neue Stelle (rund 66 000 Euro im Jahr) tragen die Kommunen, anteilig nach der Größe der Schulen respektive der Zahl der Schüler, die dort unterrichtet werden. Der Kostenanteil der Kommunen schwankt im ersten Jahr der Vereinbarung zwischen etwa 6800 Euro (im Falle von Weiskirchen) und 16 700 Euro (im Falle von Beckingen) per anno. Der Gemeindebeitrag wird jedes Jahr neu berechnet, um Veränderungen in der Schülerzahl zu berücksichtigen.