Kreis hofft auf Landesgelder

Vor allem Landkreise, in denen mehr Kinder im Kindergarten-Alter leben als Kita-Plätze vorhanden sind, sollen eine Bezuschussung erhalten. Ob dazu auch der Landkreis Merzig-Wadern zählt, ist noch offen.

Fünf Millionen Euro steckt die saarländische Landesregierung mit einem Sofortprogramm in die Schaffung von neuen Kita-Plätzen. Das gab das Bildungsministerium Anfang Januar bekannt. Die Förderung soll laut Mitteilung des Ministeriums vorrangig in die Landkreise fließen, die bei den Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten eine Versorgungsquote von unter 100 Prozent haben. Das bedeutet dann: Es gibt dort mehr Kinder im Kindergarten-Alter (über drei Jahre) als Plätze.

Die SZ hat nachgefragt: Wie sieht es in Sachen Kitaplätze hier im Landkreis aus? Werden auch hier neue Plätze mit Hilfe des Sofortprogramms aus Saarbrücken geschaffen?

Dazu bezieht der Landkreis Merzig-Wadern , der die Koordination beim Ausbau sämtlicher Kinderbetreuungsangebote (also auch Krippenplätze oder Tagesbetreuungspersonen) übernimmt, wie folgt Stellung: Da die Versorgungsquote in zwei Kommunen im Hochwald aktuell nur zwischen 90 und 93 liege, seien dort in den vergangenen Wochen und Monaten schon zusätzliche Plätze geschaffen worden. "Ob Maßnahmen im Landkreis Merzig-Wadern vom Ü3-Sofortprogramm berücksichtigt werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Das Kreisjugendamt wird entsprechende Verhandlungen führen und hofft, dass Maßnahmen - auch die bereits oben genannten umgesetzten Maßnahmen - in die Bezuschussung gelangen."

Wie die vom Landkreis übermittelten Zahlen ausweisen, ist in der Stadt Merzig (108 Prozent) sowie in Mettlach (102 Prozent) die Versorgungsquote derzeit am höchsten. Die Angaben beziehen sich dabei auf das kommende Kindergartenjahr, das im Juli beginnt. Weniger Kita-Plätze als Kinder im kita-fähigen Alter gibt es aktuell in Wadern, Weiskirchen und Perl.

Auf den gesamten Landkreis bezogen, liegt die Versorgungsquote bei rund 100 Prozent - es gibt sogar einen Überhang von 25 Plätzen. Aber auf Grund der regional unterschiedlichen Verteilung (siehe Infokasten) kann es dennoch vorkommen, dass zum Beispiel in Wadern für ein Kind kein Kitaplatz zur Verfügung steht.

Auf Anfrage der SZ teilt der Landkreis mit: "Jeder Träger, der seine Kosten bezuschusst haben möchte, muss bis zum 31. Januar einen formlosen Antrag an das Ministerium für Bildung und Kultur stellen. Das Kreisjugendamt wird gemäß seiner Aufgabe dann entsprechende Gespräche mit dem Land führen."

Besonders wichtig bei der Schaffung neuer Kita-Plätze ist es auch, vorhandene Räume zu nutzen, heißt es seitens des Landkreises weiter. Denn es werden bei dem Sofortprogramm des Landes "prioritär besonders kostengünstige Maßnahmen " gefördert.