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Kommentar zum Radfahrunfall in Merzig - Kein Freibrief für die Planer

Kommentar : Kein Freibrief für die Planer

Die Ermittlungsbehörden haben keine Hinweise darauf gefunden, dass die bauliche Gestaltung der umstrittenen Ampelkreuzung in Merzig den fürchterlichen Unfall vor einem Jahr mit ausgelöst haben könnte.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass die Planung dieser Kreuzung ohne Fehl und Tadel gewesen wäre. Auch wenn der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau direkt nach dem Unfall betont hatte, der Knotenpunkt sei „entsprechend der gültigen Vorgaben und Richtlinien regelkonform geplant und gebaut wurde“. Die Planung war vielleicht regelkonform – aber dennoch nicht gut. Was auffällt: Es gab es schon kurz nach dem Unfall Nachbesserungen. Zusätzliche Blinkleuchten für abbiegende Fahrzeuge wurden angebracht. Die Haltelinien für Linksabbieger aus der Rieffstraße heraus wurden nach hinten versetzt – damit Lkw mit Überlänge, die nach rechts in die Straße einbiegen, besser um die Kurve kommen. Eine massive Verschlechterung ist indes auch heute, nach einem Jahr, immer noch nicht beseitigt: Der seit dem Kreuzungsbau weggefräste Fußgängerüberweg auf der Zufahrt zur L 174 gehört ganz dringend wieder dorthin.