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Handball
Können die Wombats dem Spitzenreiter ein Bein stellen?

Merzig. Die Wombats haben Blut geleckt, die Wölfe lecken noch an ihren Wunden: Nach dem Triumph im Stadt-Duell tritt Handball-Saarlandligist TuS Brotdorf an diesem Samstag um 19.30 Uhr gut gelaunt beim Tabellenführer HWE Homburg an – und will den nächsten Favoriten ärgern. Von Roland Schmidt

„Das Team ist intakt und zu allem bereit“, sagt TuS-Spielmacher Matthias Böhm und rechnet sich beim Spitzenreiter Chancen aus. Nach der Trennung von Trainer Markus Zeimet überraschte Brotdorf zuletzt mit drei Siegen und warf sich aus der Krise. Die Abstiegssorgen sind Geschichte. „Von mir aus kann es ruhig so weitergehen“, sagt Böhm. Homburgs 24:26-Patzer bei Kellerkind HC Diefflen macht ihm Mut: „Der Tabellenführer schwächelt stark und wir sind bereit.“


Beim Tabellen-Vize HSV Merzig-Hilbringen war die Stimmung nach der 27:28-Pleite in Brotdorf nicht so toll. Die Revanche für die Vorrunden-Schlappe (29:31) misslang. Im Heimspiel gegen die VTZ Saarpfalz II haben die Jungs von Trainer Michael Göbel an diesem Sonntag ab 18 Uhr in der Thielspark-Halle allerdings Gelegenheit, sich den Frust von der Seele zu werfen. Der HSV könnte zudem von einem Brotdorfer Coup gegen den Spitzenreiter profitieren – und dem Tabellenführer bis auf zwei Punkte auf die Pelle rücken. Doch die Meisterschaft strebt Göbel in dieser Saison gar nicht an. Die Stabilität eines Meisters fehle – noch. „Wir werden uns aber weiterentwickeln, um künftig souveräner oben mitzuspielen.“