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Kita Fitten-Ballern feierte deutsch-französische Kinderpartnerschaft
Kita-Kinder feiern Freundschaft zum Nachbarland Frankreich

Zusammen mit ihren französischen Gästen feierten die Kinder der Kita „Abenteuerland“ die neu entstandene Partnerschaft.
Zusammen mit ihren französischen Gästen feierten die Kinder der Kita „Abenteuerland“ die neu entstandene Partnerschaft. FOTO: Stadt Merzig
Fitten-Ballern. Kita „Abenteuerland“ Fitten-Ballern begrüßte junge Gäste aus Sierck-les-Bains.

(tth) Grund zum Feiern bei der Kita „Abenteuerland“ Fitten-Ballern: Seit kurzem gibt es eine grenzüberschreitende Kinderpartnerschaft mit der école maternelle in Sierck-les-Bains. Im Kindergartenjahr 2017/2018 wurde die neue Partnerschaft entwickelt und nun besiegelt. Die formellen Voraussetzungen hat die Einrichtung über Eva Hammes-Di Bernardo vom Ministerium für Bildung und Kultur erfahren. Mitfinanziert wurde das Partnerschaftsprojekt vom Ministerium für Finanzen und Europa.


Bereits im Juni vergangenen Jahres haben die Kolleginnen aus Frankreich und aus Deutschland die Kindertageseinrichtungen gegenseitig besucht. Bei diesen Treffen wurden Erfahrungen ausgetauscht und der Plan entwickelt, wie die Kinder sich begegnen und welche Erlebnis- und Lerninhalte sie erfahren können.

Seit dieser Zeit haben die Kinder Briefkontakte mit Bildern zum gegenseitigen Kennenlernen geführt. Auf diese Weise wurde der Kontakt aufgebaut und das Interesse geweckt, sich zu besuchen.



Im März waren die Kinder vom Abenteuerland schließlich zum ersten Mal in der école maternelle in Sierck-les-Bains zu Gast und erlebten einen Nachmittag lang, wie Kinder in Frankreich lernen. Zwei Monate später kamen dann die Kinder, Lehrerinnen und ein paar Eltern zur ersten Begegnung nach Ballern. Alle Kinder, Erwachsenen und die Krippenkinder waren neugierig und versammelten sich im großen Saal der Kita. Sobald das Akkordeon die ersten Töne spielte, wurde es ganz leise, und mit dem Lied „Bonjour, comment ça va?“ begrüßten die Kinder ihre französischen Gäste.

Kitaleiterin Beate Kerber sprach einen Willkommensgruß und wünschte der Partnerschaft viele „bunte Erlebnisse“. Die Kinder sollten dabei die Chance bekommen, die Verschiedenheiten des Nachbarlandes zu erleben, zu schätzen und daraus zu lernen. Bürgermeister Marcus Hoffeld beglückwünschte beide Einrichtungen für diese grenzüberschreitenden Erfahrungen und Erlebnisse, die den Kindern ermöglicht werden. „Diese offene kulturübergreifende Arbeit ist für die Zukunft unserer beiden Länder wichtig und setzt Zeichen für ein europäisches Zusammenwachsen“, erklärte der Verwaltungschef.

Die Kinder präsentierten einen französisch-deutschen Rap „1-2-3-4 au pays de l‘aventure ...“, den alle erst mit Körpersprache, dann mit Worteinsatz darstellten. Selbst die französischen Gastkinder waren vom Rhythmus gepackt und machten entsprechend mit. Mit einem Farbenspiel bildeten die Kinder kleinere Gruppen und setzten sich anschließend wieder leise auf den Boden. Beate Kerber erklärte allen Gästen die Spiel- und Lernmöglichkeiten im und um das Haus. Nicole Schröder übersetzte die Worte ins Französische. Die Kinder der Kita  zeigten stolz den französischen Partnern die Spielbereiche. Obwohl 48 kleine Gäste im Haus spielten, war die Atmosphäre ruhig und ausgeglichen.

Um elf Uhr schlug ein Kind schließlich auf den Gong. Dieser Ton lud alle Kinder zum Abschlussspielen in den großen Saal ein. Mit dem Mitmachlied „Au pays des couleurs“ endete der bunte Vormittag. Kerber bedankte sich für das Gelingen des ersten Treffens in der Kita „Abenteuerland“ und freute sich mit den Kindern auf die zweite Begegnung im nächsten Kindergartenjahr in Frankreich. Die Maîtresse fragte daraufhin die Kinder: „Sollen wir die deutschen Kinder wieder zu uns einladen?“ Spontan riefen alle französischen Kinder: „Oui, on veut!“.

Zusammen mit ihren französischen Gästen feierten die Kinder der Kita "Abenteuerland" die neu entstandene Partnerschaft. Foto: Stadt Merzig.
Zusammen mit ihren französischen Gästen feierten die Kinder der Kita "Abenteuerland" die neu entstandene Partnerschaft. Foto: Stadt Merzig. FOTO: Stadt Merzig
(tth)