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Keine lästige Suche mehr nach freiem Parkplatz

Pilotprojekt : Keine lästige Suche mehr nach freiem Parkplatz

„Parken in der Smart City“ – die Stadt Merzig wird bei diesem Pilotprojekt Testfeld für intelligentes und digital unterstütztes Parken.

Die Telekomtochter T-Systems wird in den kommenden Monaten in Merzig Komponenten zur Entwicklung von "Smart Parking"-Lösungen testen, die in Zukunft die Parkplatzsuche erleichtern werden. Das teilte die Stadt Merzig mit. Dabei werden insbesondere Parksensoren verbaut, getestet und evaluiert, die Daten und Erkenntnisse liefern, die für den Einsatz in anderen Städten von Bedeutung sind.

Vor diesem Hintergrund werden auf den Parkplätzen im Bereich der Brauerstraße und des St.-Médard-en-Jalles-Platzes insgesamt 30 Sensoren installiert, die in Zukunft eine Prognose über die Verfügbarkeit von Parkplätzen liefern werden, heißt es in der Pressemiteilung aus dem Rathaus weiter.

Die Installation der Sensoren wird Anfang Juni beginnen und in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Strabag umgesetzt. Beim Verbau der Elemente werden kurzfristig einzelne Parkplätze nicht zur Verfügung stehen. In der darauf folgenden Testphase, die bis Ende 2017 laufen soll, können die Parkplätze ohne Einschränkungen genutzt werden, da die Evaluierung im normalen Verkehrsbetrieb erfolgt.

Dabei werden lediglich Parkplatzbelegungsinformationen für die Analyse erhoben. Persönliche Daten werden nicht erfasst, so die Stadtverwaltung. Der Stadt wird ein System seitens des Sensorherstellers zur Verfügung gestellt, das die Parkplatzbelegung zeigt.

Ziel des Testfeldes ist die Evaluierung der Funktionsfähigkeit von Parksensoren und die zuverlässige Erkennung von freien Parkplätzen. Dabei sollen auch verschiedene Parksituationen, wie beispielsweise Quer- oder Längsparken getestet werden, um daraus entstehende Erkenntnisse frühzeitig in die weitere Entwicklung einfließen lassen zu können.

Bereits Mitte November 2016 wurde dieses vielversprechende Projekt beim IT-Gipfel in Saarbrücken vorgestellt, an dem unter anderem auch die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger teilgenommen hat.

Bürgermeister Marcus Hoffeld sieht in der Entwicklung intelligenter Verkehrssysteme ein erhebliches Zukunftspotenzial und blickt dem Piloten der Telekomtochter T-Systems freudig entgegen. "Neben dem Testfeld für intelligentes und digital unterstütztes Parken möchte die Kreisstadt Merzig im Bereich des automatisierten Fahrens eine tragende Rolle einnehmen", erklärte der Verwaltungschef und verwies auf zwei weitere innovative Forschungsprojekte, die in Merzig durchgeführt werden. So ist es der Kreisstadt Merzig gelungen, Teil des grenzüberschreitenden digitalen Testfeldes Deutschland-Frankreich für das automatisierte und vernetzte Fahren zu werden, das vom Bundesverkehrsministerium ausgeschrieben wurde. Darüber hinaus führt Professor Horst Wieker mit seinem Forschungsteam "Verkehrstelematik" der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes bereits seit zwei Jahren erfolgreich das Forschungsprojekt "IST Testfeld Merzig ITeM" durch.

Zum Thema:

Pilotprojekt "Parken in der Smart City" Die Stadtverwaltung Merzig arbeitete gemeinsam mit dem Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI), den Unternehmen Scheer und T-Systems sowie dem saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr an der Entwicklung einer so genannten "Smart Mobilty Studie" für das Saarland. Für Merzig ergab sich dabei eine zentrale Rolle im dazugehörigen Pilotprojekt "Parken in der Smart City". Die Telekomtochter T-Systems will in diesem Jahr in Merzig eine Smartphone-App entwickeln und testen, mit deren Hilfe Autofahrer freie Parkplätze in der Innenstadt angezeigt bekommen. So soll die lästige Suche nach einem freien Parkplatz bald der Vergangenheit angehören.