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Keine Komplikationen mit Kleingeld

Keine Komplikationen mit Kleingeld

Zwar ist es bei der Sparkasse nicht mehr in jeder Zweigstelle möglich, Münzen einzuzahlen. Aber so restriktiv wie andere Geldinstitute handhaben sie und andere Banken im Kreis die Annahme von Kleingeld nicht.

Münzen - seit über 2000 Jahren bezahlen Menschen mit ihnen. Und auch heute gehören Cent- und Euro-Münzen noch zum täglichen Gebrauch. Für Banken machen sie allerdings keinen großen Teil der Umsätze aus - im Gegenteil, sie kosten die Unternehmen richtig Geld. Denn seit Anfang 2015 gibt es eine EU-Verordnung, die besagt, dass alle Banken angenommene Münzen auf Echtheit überprüfen müssen. Die klassischen Zählautomaten sind seitdem immer weiter zurückgegangen, denn dort kann man nicht mehr nachvollziehen, von wem eine gefälschte Münze einbezahlt wurde. Stattdessen werden die Beträge in Plastiktüten, sogenannten Safety Bags, abgegeben, die meist von externen Dienstleistern gezählt und geprüft werden. Das bedeutet einen enormen Mehraufwand, also mehr Kosten. Aus diesem Grund hat die Sparda Bank Hannover vor Kurzem verkündet, Münzgeld nur noch in zwei ihrer 25 Filialen anzunehmen. Doch wie sieht es hier im Grünen Kreis aus? Wie handhaben es die hier vertretenen Banken ?

Die Sparkasse Merzig-Wadern nimmt weiterhin Münzen an. Für Kunden ist eine einmalige Abgabe pro Monat kostenlos. Das Geld wird, wie oben beschrieben, in einen Safety Bag gepackt und abgegeben. Möglich ist das in allen sechs Finanzcentern und der Hauptfiliale in Merzig. "Damit gibt es in jeder Kommune eine Filiale, in der Münzgeld abgegeben werden kann", erklärt Marketingleiter Peter Adam. "Dieses Angebot wird noch immer stark genutzt. Gerade im Januar, weil die Leute dann aufräumen. Aber auch die Spenden und Kollekten von Kirchengemeinden und Tafeln werden zu dieser Zeit einbezahlt." Laut Adam sind die drei Zählmaschinen komplett abgelöst worden, doch mit den sieben möglichen Anlaufstellen habe man das Angebot sogar verbessert.

Die in Losheim ansässige Volksbank Untere Saar geht mit der Situation ähnlich um wie die Sparkasse. "Das Handling mit Bargeld ist zwar teuer, aber der Deutsche hängt auch daran. Daher wird es auch in näherer Zukunft Einzahlungsmöglichkeiten geben", sagt Marketingleiter Jürgen Kleinhanß. Zwar habe seine Bank in den drei größeren Filialen noch eigene Zählautomaten, aber per Safety Bag können Kunden in jeder Filiale ihr gespartes Kleingeld abgeben.

Die Vereinigte Volksbank, die Filialen in Beckingen und Losheim hat, bietet ihren Kunden den selben Service an. Münzen in einen Safety Bag und einfach in der Filiale abgeben. Ein Fremdunternehmen zählt das Geld und der Betrag wird auf das Konto des Einzahlenden überwiesen.