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Judo
Pokalmeisterschaft: Bolds Plan geht nicht auf

Da lief noch alles bestens: Matthias Bold hebelt seinen Gegner hier mit einem Hüftwurf, dem Koshi Guruma, aus.
Da lief noch alles bestens: Matthias Bold hebelt seinen Gegner hier mit einem Hüftwurf, dem Koshi Guruma, aus. FOTO: Foto: Rauf Guliyev
Merzig .  Bei den deutschen Pokalmeisterschaften, dem zweithöchsten nationalen Judo-Turnier überhaupt, konnten sich am Wochenende in Kirchberg an der Murr die vier Erstplatzierten jeder Gewichtsklasse Startplätze für die deutschen Einzelmeisterschaften Ende Januar sichern. red

Der Merziger Matthias Bold war vom saarländischen Judobund für die Klasse bis 81 Kilo nominiert worden. Immerhin 22 Kämpfer aus ganz Deutschland bildeten dort die stärkste Gewichtsklasse bei dieser Meisterschaft.


Der Sieg im ersten Kampf gegen den Berliner Gregor Schneider war ganz nach dem Geschmack des Saarländers. Mit zwei schönen Hüftwürfen beendete Bold den Kampf vorzeitig und kämpfte anschließend gegen Marcel Wolff aus Altenburg/Sachsen. Mit einem schönen Koshi Guruma knallte er auch diesen Gegner auf die Matte und sicherte sich mit dem anschließenden Haltegriff den Sieg.

Im Viertelfinale wurde Bold dann aber gestoppt. Gegen den späteren Turniersieger Alexander Neihs aus Hennef lief Bolf in einen Hüftwurf ein – und war damit aus der Hauptrunde ausgeschieden. In der Trostrunde geriet Bold gegen den Duisburger Heidrich früh durch eine Kontertechnik in Rückstand. Der Hausbacher schaffte zwar den Ausgleich und schien danach sogar die Oberhand zu bekommen. Dann aber wurde er erneut ausgekontert.



 Bold, der dieses Jahr erfolgreich für das Judoteam Rheinland in der 2. Bundesliga antrat, haderte: „Ich habe gemerkt, dass ich ihn mit Beinwürfen packen kann und habe es nach dem Ausgleich gleich wieder probiert. Ich war aber wahrscheinlich noch zu weit weg – und dann hat er mich nochmal ausgekontert. Jetzt ist es wieder nur Platz neun. So wie am 6. Oktober beim deutschen Ranglistenturnier. Auch da war mehr drin.“